Bäderquartier Baden
Neue Pläne für das Bäderquartier

Mit dem Projekt von Stararchitekt Mario Botta hat das Bäderquartier in Baden neuen Schub erhalten. Nun werden die Planungsinstrumente für die Entwicklung des Bäderquartiers angepasst.

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Neue Pläne für das Bäderquartier

Neue Pläne für das Bäderquartier

Hubert Keller

Rund 70 Leute hatten sich im Saal des «Verenahofs» versammelt, um sich ins Bild setzen zu lassen. Eine Aufgabe, die Stadtrat Kurt Wiederkehr, Gemeindeammann Stephan Attiger, Benno Zehner, Präsident der Verenahof AG, und Katrin Reimann, bei der Stadt Projektleiterin Planung und Bau, übernahmen.
Beim Projektwettbewerb, den Stararchitekt Mario Botta im Sommer 2009 für sich entschied, war als Bedingung die Teiländerung der Bau- und Nutzungsordnung (BNO) in Aussicht gestellt worden. Angepasst wird auch der Entwicklungsrichtplan (ERP) aus dem Jahre 2002.

Die Entwürfe liegen nun vor. Sie können vom 18. Mai bis
16. Juni auf der Stadtverwaltung (Abteilung Planung und Bau) eingesehen oder unter www.baden.ch/baederquartier als PDF-Datei heruntergeladen werden.
Mit dem behördenverbindlichen Entwicklungsrichtplan «Bäderquartier Baden/Ennetbaden» im Jahre 2002 war die Umfahrung von Ennetbaden in ein räumliches Konzept eingebunden und mit den Vorstellungen künftiger Nutzungen verknüpft worden. Im Herbst 2006 rollten die ersten Autos durch den Umfahrungstunnel. Mit der Sperrung der Schiefen Brücke wurde das Bäderquartier vom Durchgangsverkehr befreit.

Seither hat eine rege Bautätigkeit eingesetzt. Verschiedene grössere Projekte, sind - insbesondere auf Ennetbadener Seite - in Bau oder in Planung.
Das dem Entwicklungsrichtplan 2002 zugrunde liegende städtebauliche Konzept habe nicht allen Projekten standhalten können, stellen Stadtrat Kurt Wiederkehr und Stadtammann Stephan Attiger heute fest. Der Entwicklungsrichtplan wurde deshalb den veränderten Be- dürfnissen angepasst. Insbesondere ist der Planungsperimeter auf den Kurpark und das Oederlin-Areal ausgeweitet worden, weshalb nun auch die Gemeinde Obersiggenthal im Boot sitzt.

Betroffen von den Änderungen des Nutzungsplans ist unter anderem das Parkgelände am Limmatknie, wo heute archäologische Grabungen stattfinden. Mit der damaligen Unterschutzstellung wollte sich die Denkmalpflege bei Bauvorhaben die Mitsprache sichern. Das ist nach erfolgten Grabungen nicht mehr nötig,
Die Altstadtzonenvorschriften sind künftig auf das neu ausgeschiedene Kerngebiet Bäder beschränkt. Der Kernbereich mit den wichtigen Zeugen der Bäderkultur und des Bädertourismus ist nach wie vor den strengen Regeln der Altstadtzone unterstellt. Ausgenommen sind Gebäude, die im Lauf der Zeit starke bauliche Veränderungen erfahren haben.

500 000 Besucher sollen die neue Therme nach der angestrebten Fertigstellung Ende 2013 besuchen. Eine grosse Herausforderung stellt somit die verkehrliche Erschliessung dar. Wichtige Ziele seien ein gutes Parkierungsregime, die optimale Anbindung an den öV, ein kluges Wegleitssytem und Mobilitätsmanagement, sagte Kurt Wiederkehr.