Ralph Tharayil

Die Ende letztes Jahr eingeführte Buslinie 38, die grenzüberschreitend von den BVB und der Südbadenbus GmbH betrieben wird, scheint ein Erfolg zu sein. «Wir sind sehr zufrieden mit den Fahrgastzahlen», sagt Dagmar Jenny, Mediensprecherin der BVB.

Im städtischen Abschnitt ist die Zahl der Fahrgäste, laut Jenny von 900 000 auf eine Million gestiegen. Der Wunsch nach einem Ausbau der Linie, die Allschwil mit Grenzach-Wyhlen verbindet, war auf Basler sowie Süddeutscher Seite vorhanden. Man habe das Potential der Buslinie auf beiden Seiten erkannt, so Jenny.

Von den Vorteilen der direkten Verbindung über die Mittlere Brücke in die Basler Innenstadt profitieren nicht nur deutsche Arbeitnehmer, sondern auch Schweizer, die in Deutschland einkaufen und nicht immer den vollen 31er-Bus benutzen möchten.

Im deutschen Gebiet wurden 64 000 Fahrgäste im ersten Halbjahr gezählt, das sind rund acht Fahrgäste pro Tag. «Das hört sich zwar nach wenig an, aber man muss bedenken, dass wir auch der letzte Abschnitt dieser langen 38er-Route sind», so Hans-Peter Seibold von der Südbadenbus GmbH.

«Die Linie hat auf jeden Fall noch mehr Potential und könnte mit mehr Mund zu Mund-Propaganda und Marketingmassnahmen höhere Passagierzahlen befördern. Aber im Grossen und Ganzen hat die Linie alle Erwartungen übertroffen», so Seibold.

Tram für Novartis-Personal

Auch im Bereich der Tramlinien hat die BVB einen Vorstoss gewagt. Seit dem 9. März verkehrt die Tramlinie 21 vom Badischen Bahnhof zum Bahnhof St. Johann. «Der Fokus lag dabei auf den Pendlern aus dem süddeutschen Raum, die im Novartis-Campus tätig sind», erläutert Jenny.

Diese sollten ohne grosse Unterbrüche mit der S-Bahn aus Deutschland zu ihrem Arbeitsplatz gelangen können und einen Direktanschluss zum Bahnhof St. Johann und somit auch zu Frankreich haben. «Mitarbeiter der Grosskonzerne nutzen die neue Tramlinie sehr oft, und auch die Arbeitgeber sind sehr zufrieden, da sie den Angestellten keine Parkplätze anbieten können», so Jenny.

Die Linie 21 fährt von Montag bis Freitag morgens im 30-Minuten- und abends im 15-Minuten-Takt und wendet bei der neu angelegten Tramschlaufe. Mit der Erweiterung der Tramlinie kann die ÖV-Kette von Deutschland über die Schweiz bis nach Frankreich ununterbrochen genutzt werden.