Neue «Heimat», neuer Job, neues Haus, neues Auto

Viel Gepäck für eine lange Reise! (Bild: Nicole Annette Müller)

Afrika-Blog: Die Reise

Viel Gepäck für eine lange Reise! (Bild: Nicole Annette Müller)

Letzte Woche ging es endlich los; nach Monaten der Vorbereitung stand ich am Flughafen Zürich mit viel Gepäck und einem gehörigen Kribbeln im Bauch. Schliesslich verliess ich die Schweiz nicht etwa für einen längeren Urlaub, sondern gleich für drei Jahre! Meine neue «Heimat»: Windhoek in Namibia.

Die Reise mit Zwischenhalt in Johannesburg ging reibungslos, und nicht nur mein Fluggepäck, auch meine knapp 50 kg-schwere Metallkiste war inzwischen via Luftfracht auf namibischem Boden angekommen. Der Papierkram bei der Einreise war ebenfalls schnell erledigt. Ich konnte nämlich dem Immigration-Officer stolz eine Kopie meiner Arbeitserlaubnis vorweisen!

In der Ankunftshalle wartete bereits der Koordinator meiner Entsendeorganisation Interteam auf mich. Mit dem Auto ging es dann Richtung Stadt in mein neues Zuhause. Bis Ende Jahr werde ich in Klein Windhoek ein Haus mit einer anderen Fachperson bewohnen.

Bereits als wir zum Auto liefen, blies uns ein kalter Wind entgegen. Der afrikanische Winter zeigte sich bei meiner Ankunft nicht gerade von seiner freundlichen Seite! Auch in meinem Schlafzimmer war es eher frostig. Es war empfindlich kalt und die kahlen Wände und der weisse Plattenboden waren auch nicht gerade einladend.

Gleich am nächsten Tag klapperte ich Möbelgeschäfte ab, um meine vier Wände etwas wohnlicher zu gestalten. Ich glaube, mit ein paar Fotos an der Wand, einem Vorhang, meinem mitgebrachten Duvet, einem Nachttisch-Lämpchen und einem Elektro-Öfeli ist mir das schon ganz gut gelungen! Der Rest des Hauses haben meine Mitbewohnerin und mein Vorgänger bereits heimelig eingerichtet.

Zweites Ziel der letzten Woche war der Autokauf - öffentlicher Verkehr ist hier Fehlanzeige! Zusammen mit meinem Koordinator ging es zu einem Gebrauchtwagen-Händler, wo wir auch gleich fündig wurden. Jetzt fehlte nur noch das "Traffic Register Number Certificate" (ein Dokument, welches mich sozusagen ermächtigt, hier in Namibia ein Auto zu fahren).

Ich stand also gleichentags im Strassenverkehrsamt Schlange, nur um nach einer guten halben Stunde herauszufinden, dass das Computersystem abgestürzt war. Unverrichteter Dinge verliess ich das Büro wieder und nahm am Nachmittag einen zweiten Anlauf. Dieses Mal klappte es! Das Auto wurde für den Verkehr freigegeben, und seit kurzem kurve ich nun mit eigenem fahrenden Untersatz in der Gegend umher.

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