«Nein, die Politik versagt nicht»

Für Regierungsrat Hans Hollenstein rennt die Caritas offene Türen ein.

Wenn die Caritas nach einer regierungsrätlichen Strategie gegen die Armut und einer Koordinationsstelle für Armutsfragen ruft, rennt sie damit offene Türen ein?
Hans Hollenstein: Offene Scheunentore! Das kantonale Sozialamt ist gut vernetzt mit den Stellen in der Volkswirtschafts-, der Bildungs- und der Gesundheitsdirektion, die Koordination funktioniert gut. Und ich selber koordiniere im Rahmen der Konferenz der kantonalen Sozialdirektoren und mit dem Bund. Eine Koordinationsstelle braucht es somit nicht.

Die Armutsbekämpfung ist also im Gang?
Hollenstein: Sicher. Ich erinnere etwa an die Steuern, wo wenig Bemittelte wenig abliefern müssen, an die Prämienverbilligung, an die Arbeitslosenprogramme, an die Hilfe für schwache Schulabgänger, an die Krippen - wir sind in den verschiedensten Bereichen dran.

Sie sehen keinen grossen Nachholbedarf?
Hollenstein: Nein. Klar müssen wir wachsam sein, es gibt kein Ausruhen. Aber wir sind im Kanton Zürich gut dran.

Die Caritas hat die Frage gestellt: Versagt die Politik?
Hollenstein: Da kann ich klar antworten: Nein, sie versagt nicht. (abr.)

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