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Natur-Eisplatz in Liestal vorerst auf Eis gelegt

Der geplante Natur-Eisplatz auf dem Areal des Rotackerschulhauses in Liestal kommt nicht zustande. Grund: fehlende personelle Ressourcen.

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Alessandra Paone

Tiefe Temperaturen und Schnee – die idealen Wetterbedingungen, um Schlittschuh zu laufen. Doch Kinder und Jugendliche werden in Liestal auch in diesem Winter keine Pirouetten auf dem Eis drehen können. Denn die Pläne, einen Natur-Eisplatz auf dem Areal des Rotackerschulhauses zu realisieren, wurden vorerst auf Eis gelegt.

Am Jugendmitwirkungstag vom vergangenen 19. September war von den Anwesenden unter anderem der Wunsch nach einem Eisplatz geäussert worden. Weitere vorgesehene Projekte sind eine Chill-Ecke mit Sofas sowie regelmässige Partys für Jugendliche zwischen 12 und 15 Jahren. Die Stadt Liestal hat 10000 Franken für die Umsetzung der Ideen gesprochen. Dennoch ist es den Projektverantwortlichen nicht gelungen, die Eisbahn innert nützlicher Frist zu erstellen. Anders in den weitaus kleineren Gemeinden wie Lupsingen, Bubendorf oder Arboldswil. Dort haben sich Freiwillige zusammengeschlossen und ohne grosse Vorbereitungszeit einen Eisplatz geschaffen. So wurde in Lupsingen die Natur-Kunsti bereits am 14. Dezember erstmals in Betrieb genommen.

Zeit war zu knapp

«Die Zeit war einfach zu knapp, um die nötigen Abklärungen zu tätigen und den Materialeinkauf zu organisieren», nennt Projektleiterin Ly-Gung Dieu von der Stiftung Jugendsozialwerk Blaues Kreuz Baselland die Gründe, weshalb der Eisplatz in Liestal nicht zustande gekommen ist. Ausserdem hätten die personellen Ressourcen gefehlt.

Eine etwas andere Version erzählt Stefan Saladin. Der ehemalige SVP-Einwohnerrat hat nämlich selber am Jugendmitwirkungstag teilgenommen. So hätten sich er und noch zwei andere Herren zur Verfügung gestellt, den Platz abwechslungsweise zu wässern. Doch bis jetzt seien sie in dieser Sache noch nie kontaktiert worden. «Ich habe sogar die Banden organisiert und mit dem Abwart des Rotackerschulhauses gesprochen», sagt Saladin.

Verwaltung stand zur Verfügung

Auch Regula Gysin ist erstaunt darüber, dass es nicht geklappt hat. «Seitens der Verwaltung standen alle auf der Matte», betont Liestals Stadtpräsidentin. Auch hätten sich die entsprechenden Stellen bereit erklärt, ihr Wissen zur Verfügung zu stellen. Mit der Realisierung des Eisplatzes hätte der Erfolg des Jugendmitwirkungstages unterstrichen werden können, so Gysin. Zu den personellen Ressourcen meint sie: «Die Erwartung war, dass sich vor allem die Jugendlichen – natürlich mit Hilfe von Erwachsenen – für das Projekt engagieren würden.»