Natascha Kampusch prüft Klage gegen Österreich

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3096 Tage befand sich Natascha Kampusch (22) in der Gewalt von Wolfgang Priklopil. Die Kripo hätte ihr dies womöglich ersparen können.

Wie das österreichische Nachrichtenportal «Heute» berichtet, prüft Natascha Kampusch eine Klage gegen die Republik Österreich. Die Frage dabei ist: Wäre ihr das Martyrium möglicherweise erspart geblieben, hätte die Kriminalpolizei sorgfältiger gearbeitet? Diese wurde nämlich auf das Fahrzeug des Entführers aufmerksam, verfolgte dann aber die Spur nicht weiter.

Schmerzensgeld von bis zu 500 000 Euro

Ihr Anwalt Gerald Ganzger liess «Heute» wissen: «Die Verjährungsfrist beträgt für eine Amtshaftungsklage drei Jahre, wir haben also bis Februar 2011 Zeit.» Vermutlich wird die Entscheidung nach der Veröffentlichung des Buchs von Kampusch fallen.

Gewinnt Kampusch, könnte sie ein Schmwerzensgeld von bis zu 500 000 Euro bzw. ca. 750 000 Franken erhalten.

Was war geschehen?

Die damals zehnjährige Österreicherin Natascha Kampusch wurde 1998 von Wolfgang Priklopil in Wien entführt und länger als acht Jahre gefangen gehalten. Als Kampusch 2006 im Alter von 18 Jahren fliehen konnte, führte ihr plötzliches Auftauchen zu einem weltweiten Medienecho. (skh)

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