NASA bringt Weltraumteleskop Kepler in die Umlaufbahn

Teleskopsonde Kepler ins All gestartet

Teleskopsonde Kepler ins All gestartet

Mit der grössten Kamera, die jemals in den Weltraum gebracht wurde, sucht die US-Raumfahrtbehörde NASA nach Planeten wie dem unseren im All. Das Weltraumteleskop Kepler wurde in der Nacht in seine Umlaufbahn gebracht.

Die nach dem deutschen Astronomen Johannes Kepler benannte Sonde soll in den nächsten drei Jahren etwa 100#000 Himmelskörper in den Sternbildern Schwan und Lyra auf ihre Erdähnlichkeit untersuchen.

Die Trägerrakete vom Typ Delta II startete um 04.49 Uhr MEZ bei idealen Wetterbedingungen von Cap Canaveral. Eine gute Stunde später machte sich die Sonde in 721 Kilometern Höhe selbstständig.

"Das Team ist zufrieden mit dem Verlauf der Mission", sagte ein NASA-Sprecher nach dem Start. Die US-Weltraumbehörde NASA spricht von einer entscheidenden Etappe bei der Suche nach "neuen Welten".

Die Sonde kreist nun im Gefolge der Erde um die Sonne und hält nach Himmelskörpern Ausschau, auf denen ähnliche Bedingungen wie auf unserem Planeten herrschen.

"Die Mission versucht eine Frage zu beantworten, die so alt ist wie die Zeit - gibt es da draussen noch andere Planeten wie unseren?", sagte der NASA-Experte Ed Weiler. Die Kosten belaufen sich auf umgerechnet rund 700 Millionen Franken.

Wichtigster Teil der rund drei Meter hohen und 1,03 Tonnen schweren Sonde ist eine 95#Megapixel-Digitalkamera. Es handelt sich laut NASA um die stärkste Kamera, die jemals ins Weltall befördert wurde.

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