«Nahe bei unserem Wohnort, trotzdem nicht zuhause»

Bernd und Nicole Trüter vor ihrem Wohnwagen. (Bild: Raphaela Gysi)

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Bernd und Nicole Trüter vor ihrem Wohnwagen. (Bild: Raphaela Gysi)

Die junge Familie Trüter aus Neuenhof verbringt beinahe jedes Wochenende an der Aare bei Aarburg.

Raphaela Gysi

«Das Parkplatzareal, auf dem wir unseren Wagen vorher abstellten, wurde für den Neubau eines Bürogebäudes umgenutzt. Aus diesem Grund, mussten wir uns vor fünf Jahren nach einem neuen Platz umschauen, um den Wohnwagen auch im Winter an einem festen Ort stehen lassen zu können.»

Jetzt bezahlt der Familienvater zwar 400 Franken mehr, dafür steht sein Wagen nicht irgendwo unbeaufsichtigt auf einem Industrieareal. Im Winter, wenn der Platz geschlossen ist, gehen viele, die einen Jahresplatz gemietet haben auf den Campingplatz und seis auch nur um zum Rechten zu schauen. «Alle haben einen Schlüssel und so schaut auch jeder für den anderen , das gefällt mir. Da wir hier einen Clubplatz haben, ist das auch wie eine kleine Familie, die meisten sind wie wir, im Sommer fast jedes Wochenende hier» meint der 38-jährige Trüter.

Wenn nötig, schnell wieder daheim

Während der Ferienzeit fahren sie auch schon mal mit dem Wohnwagen nach Österreich und Deutschland. «Aber auch hier gibt es viel zu sehen, wir schätzen die Nähe zum Jura und die Möglichkeit hier mit dem Kinderwagen entlang der Aare zu flanieren», meint Nicole Trüter. «Aber wenn was ist mit der Kleinen, sind wir schnell wieder in Neuenhof. Mit der Tochter in die Badi nebenan zu gehen, das haben wir auch noch vor. Die Einkaufsmöglichkeiten in der Nähe sind sehr gut, man bekommt alles im Coop oder im Migros.» bestätigt Nicole Trüter, die ihrem Mann das Campen überhaupt näher gebracht hat.

Campieren in der zweiten Generation

Ihre Eltern, die ihren Wohnwagen gegenüber abgestellt haben und die morgendliche Ruhe im Liegestuhl geniessen, besassen schon damals einen sogenannten «Klapper», einen Zeltanhänger, in dem man nicht auf dem Boden schläft, sondern erhöht. «Die Atmosphäre hier ist super, auch wenn hier während der Ferienzeit ein Kommen und Gehen ist. Trotzdem die meisten Holländer, die hier meist nur für eine Nacht bleiben, bevor sie Richtung Süden weiterfahren, sind sehr angenehm und nicht zu vergessen, dieser Platz lebt von den Durchreisenden. Manchmal sind wir aber auch froh, wenn wieder nur Schweizer hier sind» witzelt der Familienvater und verschwindet im Zelt um nach der gerade erwachten Tochter zu schauen.

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