Pin-up Kalender Radiologen nackt Radiologie

Nackter gehts nicht: Ein Pin-up-Kalender sorgt für Furore

So tief blicken liess wohl noch kein Erotikbild. Ein als Werbegeschenk für Radiologen gedachter Kalender räumt weltweit Preise ab.

Begonnen hat alles mit Eizo, einem japanischen Hersteller von Bildschirmen für die Medizin. Auf der Suche nach einer Werbemöglichkeit beauftragte der deutsche Ableger der Firma die Werbeagentur Butter in Düsseldorf.

«Beim Duschen oder beim Wandanstarren», sei Texter Reinhard Henke die Idee gekommen, berichtet die «Financial Times Deutschland». Die Idee ist ein Pin-up-Kalender für Radiologen. Auf zwölf Bildern posiert ein Nacktmodel, bekleidet mit nichts ausser Haut, Knochen und High Heels.

Eine Niere für einen Kalender

Bei dem Model handelt es sich notabene um kein echtes - zu gross ist die Gefahr, die von Röntgenstrahlen ausgeht. Stattdessen studierten die Macher Bilder aus verschiedenen Ausgaben des Männermagazins «Playboy». Sie wählten die erotischsten Posen aus und stellten diese anschliessend auf dem Computer nach.

Authentizität wird bei einem Kalender für Doktoren natürlich gross geschrieben. So kann, wer genau hinschaut, bei Miss April sogar zwei Silikonkissen erkennen. Die Frage «sind die echt?» erübrigt sich also für einmal.

Schliesslich versendete die Firma 200 Exemplare an ausgewählte Radiologen. Der Run war so gross, dass ein leer ausgegangener Doktor der Firma angeblich sogar eine Niere angeboten haben soll, um noch ein Exemplar ergattern zu können.

In Deutschland und New York wurde der Kalender mit Preisen eingedeckt: Gold gabs vom der Art Directors Club in Deutschland, nochmal Gold am New York Festival und Silber an der One Show.

Der Erfolg sorgt dafür, dass die Kalenderausgabe nächstes Jahr auf grössere Füsse gestellt wird. 2000 Exemplare sollen dann nämlich gedruckt werden. (mik)

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