Lenzburg

Nachwuchsforscher wurden ausgezeichnet

Erfolgreiche Jungforscher: Milena Marbacher, Fabian Byland, Sarah Lais (v.l.)  (Bild: rs)

Schweizer Jugend forscht

Erfolgreiche Jungforscher: Milena Marbacher, Fabian Byland, Sarah Lais (v.l.) (Bild: rs)

Die Stiftung «Schweizer Jugend forscht» prämierte die besten Nachwuchsforscher. Unter den Ausgezeichneten fanden sich auch drei Preisträger aus dem Einzugsgebiet des «Lenzburger Bezirks-Anzeigers». Milena Marbacher aus Seengen erhielt für ihre Arbeit gar das Prädikat «hervorragend» und wurde mit einem Sonderpreis belohnt.

Ruth Steiner

Sie kommen aus Seengen, Rupperswil und Othmarsingen. Und doch entpuppt sich das Gespräch als Klassenzusammenkunft im engeren Kreis. Die drei geehrten jungen Leute besuchen gemeinsam dieselbe Abteilung der Neuen Kantonsschule in Aarau.

Die Maturaarbeit bildete die Basis ihres für den Wettbewerb der Stiftung «Schweizer Jugend forscht» eingereichten Projektes. Sie musste jedoch an die spezifischen Anforderungen der Stiftung angepasst werden.

Der Aufwand machte sich bezahlt: Milena Marbacher aus Seengen, Sarah Lais aus Rupperswil und Fabian Byland aus Othmarsingen durften einen Barpreis und ein Zertifikat entgegennehmen. Milena Marbacher erhält zudem ein Praktikum im Bereich Kunst und Kultur als Sonderpreis. Die Stiftung «Schweizer Jugend forscht» unterstützt innovative, leistungswillige Jugendliche mit dem Ziel, die Faszination an der wissenschaftlichen Arbeit zu wecken.

«Ich habe recht abgeräumt»

«Zu meiner grossen Überraschung habe ich recht abgeräumt», stellt eine zufriedene Milena Marbacher fest. Dank des erhaltenen Sonderpreises darf sie ein Praktikum im Bereich Kunst und Kultur absolvieren. Wegen eines Zwischenjahres an der Schule für Gestaltung betrug ihre Bedenkzeit zur Wettbewerbsteilnahme bei ihrer Rückkehr an die Kanti gerade mal dreissig Minuten.

Mit der Thematik Depressionen ist sie durch Krankheitsfälle in ihrem Bekanntenkreis vertraut. Dies war ihre Inspiration, sich mit der Frage von depressiven Störungen im Kindesalter intensiver auseinanderzusetzen. «Ja», gibt sie zu, «die Arbeit war zeitweise belastend und hat mich etwas ausgelaugt.» Ihre Batterien aufgeladen hat sie jeweils mit «Abdancen» bei fetziger Musik daheim in der guten Stube. Ihre Studienrichtung: Psychologie mit Nebenfach Germanistik/Ethnologie.

Wir wollten einfach, dass es funktioniert»

Der zukünftige Maschinenbau-Ingenieur ist über seinen Informatiklehrer zum Thema gekommen. Lernt ein Roboter Tore schiessen? Offensichtlich ja, die Arbeit wurde von der Fachjury mit dem Prädikat sehr gut bewertet. Bis die Trefferquote des Roboters schlussendlich den hohen Vorgaben entsprach, waren Fabian Byland und sein Team gehörig gefordert.

«Die vorhandenen Sensoren haben uns immer wieder einen Streich gespielt. Statt ins Netz gingen die Bälle darüber und am Tor vorbei», erzählt er schmunzelnd. Doch die dadurch entstandenen temporären Durchhänger hätten sie dank einer reibungslosen Teamarbeit gut gemeistert. «Wir wollten, dass es funktioniert», betont Fabian. Trotzdem gibt er zu, den Aufwand unterschätzt zu haben. Während die beiden Frauen im Herbst ihr Studium beginnen, folgt Fabian zunächst dem Ruf des Vaterlandes. Die Rekrutenschule wartet.

«Davon träumt jeder Autor»

Das Fundament von Sarahs Arbeit ist ein Roman, eine Abenteuergeschichte, die in der Fantasywelt spielt. Für das Schweizer-Jugend-forscht-Projekt musste sie die wissenschaftlichen Grundlagen erarbeiten. «Ich habe sehr viel ergänzende Literatur gelesen», erklärt die 20-jährige Maturandin.

Zudem hat sie während des Schreibens erfahren, dass auch gut gespitzte Schreibfedern wenig nützen, wenn der Kopf nicht will. Die Stunden vor Mitternacht und der zusätzlich steigende Zeitdruck hätten die kreativen Quellen schlussendlich zum Sprudeln gebracht.

«Die mentale Reise in die Fantasy-Welt dauerte jeweils einen Moment», erzählt sie. Ob Sarah Lais ihren Roman dereinst veröffentlichen möchte? «Selbstverständlich, davon träumt doch jeder Autor», meint sie lachend. Gleichwohl, eine Karriere als Schriftstellerin strebt sie nicht an. Ihre Studienrichtung steht fest: Tiermedizin.

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