Nächster Schritt für Bäder

Der Schwung, der im Bäderquartier eingesetzt hat, hält unvermindert an. Die Dépendance Ochsen erhält einen neuen Annexbau. Die Dépendance Bären wird saniert.

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Aargauer Zeitung

Roman Huber

«Chalet» wird neu aufgestockt Badens Bäderquartier soll noch zwei weitere Eingriffe erfahren. Das Gebäude Bäderstrasse 15, besser bekannt als langjähriges (ehemaliges) Restaurant Chalet, wird umgestaltet. Im Erdgeschoss (zur Bäderstrasse vorgelagert) sind Verkaufsflächen anstelle von Büros vorgesehen. Im ersten Geschoss sollen in den Räumen des Restaurants Büros eingerichtet werden. Die darüberliegenden Wohngeschosse 3 und 4 will die Eigentümerin abbrechen und zwei neue Geschosse mit Dachterrasse aufbauen. Weil auch hier ein 50-prozentiger Anteil an bädernahen Nutzungen gefordert wird, gedenkt die Eigentümerin in ihrer benachbarten Liegenschaft Bäderstrasse 17a das Ladenlokal in ein Restaurant umzufunktionieren. Für die Änderungen am markanten Kopfbau ist im Sommer bereits ein Vorentscheidgesuch über die Bühne gegangen. Ein Erhalt des Gebäudes ist nicht gefordert, durch die Stellung ergeben sich aber qualitativ hohe Ansprüche an die Architektur. Beauftragt ist das Architekturbüro Frank E. Felic, Turgi. (-rr-)

«Chalet» wird neu aufgestockt Badens Bäderquartier soll noch zwei weitere Eingriffe erfahren. Das Gebäude Bäderstrasse 15, besser bekannt als langjähriges (ehemaliges) Restaurant Chalet, wird umgestaltet. Im Erdgeschoss (zur Bäderstrasse vorgelagert) sind Verkaufsflächen anstelle von Büros vorgesehen. Im ersten Geschoss sollen in den Räumen des Restaurants Büros eingerichtet werden. Die darüberliegenden Wohngeschosse 3 und 4 will die Eigentümerin abbrechen und zwei neue Geschosse mit Dachterrasse aufbauen. Weil auch hier ein 50-prozentiger Anteil an bädernahen Nutzungen gefordert wird, gedenkt die Eigentümerin in ihrer benachbarten Liegenschaft Bäderstrasse 17a das Ladenlokal in ein Restaurant umzufunktionieren. Für die Änderungen am markanten Kopfbau ist im Sommer bereits ein Vorentscheidgesuch über die Bühne gegangen. Ein Erhalt des Gebäudes ist nicht gefordert, durch die Stellung ergeben sich aber qualitativ hohe Ansprüche an die Architektur. Beauftragt ist das Architekturbüro Frank E. Felic, Turgi. (-rr-)

Aargauer Zeitung

Über Jahrzehnte war das Bäderquartier Sorgenkind Nummer eins der Stadt Baden. Seit bei der Verenahof AG frischer Wind herrscht, geht es vorwärts. Die erfreuliche Entwicklung ist inzwischen sichtbar geworden. Die Dépendance Ochsen - zu Jahresbeginn noch Objekt einer Hausbesetzung - erstrahlt seit gut zwei Monaten in neuem Glanz. Mit der Open Text AG ist ein weltweit tätiges Softwareunternehmen eingezogen und hat dort rund 30 Arbeitsplätze geschaffen.

Ochsengarten wird aufgewertet

Jetzt folgt bei der Verenahof AG der nächste Schritt. Der alte Anbau der Dépendance Ochsen soll abgerissen und durch ein neues, modernes Geschäfts- und Wohnhaus ersetzt werden. Ein Glas-Beton-Trakt wird den Annex mit der Dépendance verbinden. Für zwei Geschosse hat sich bereits die Open Text AG als Mieter angemeldet, weitere Interessenten für Büroräume würden laut Benno Zehnder, Verwaltungsratspräsident der Verenahof AG, vorliegen. In den oberen Geschossen sollen Wohnungen entstehen. Total werden 8 bis 10 Millionen Franken verbaut.

Die Lage des Neubaus ist speziell: Der angrenzende Ochsengarten stellt ein intimes Refugium dar, das durch den Wald und die Bauten des Bäderquartiers begrenzt wird. Die alten Eiben verleihen dem Park eine verwunschene Atmosphäre. Der Ochsengarten ist heute isoliert und wird kaum wahrgenommen. Dies zu ändern, sei ein Ziel, erklärt Zehnder, der das Zürcher Landschaftsarchitekturbüro Hager beigezogen hat. Die alten Wegverbindungen sollen neu belebt und die Sicht Richtung Mättelipark und Limmat geöffnet werden.

Die Verenahof AG zieht bei der Reaktivierung ihrer Immobilien den rückwärtigen Teil vor. Weil ihr Grundeigentum gross ist, kann sie die bädernahen Nutzungen über ihre Parzellen aufteilen und sich bei der Dépendance Ochsen (inkl. Annex) auf Büros und Wohnen beschränken. Auf dem übrigen Areal werden bädernahe Einrichtungen im Vordergrund stehen. Stadtammann Stephan Attiger begrüsst das Vorgehen: «Ziel ist es, das Quartier durchmischt mit Therme, bädernahen Nutzungen, Wohnen und Arbeitsplätzen zu beleben.» Richtig sei der Zeitablauf und dass der Investor diese Massnahmen vorziehe, sagt Attiger: «Wenn Bottas Therme öffnet, sollten dann keine Baukräne mehr herumstehen.» Der Anbau der Dépendance Ochsen soll vorzeitig abgebrochen werden, damit die Kantonsarchäologie ihre Untersuchungen machen kann.

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