Zugunglück
Nach Zugunglück in Spanien soll Lokführer vernommen werden

Nach dem schweren Zugunglück in Spanien soll der Lokführer bald vernommen werden. Der Mann, der bei dem Unfall am Mittwochabend leicht verletzt wurde, sei im Spital unter Polizeibewachung gestellt worden, teilte ein Regionalgericht von Galicien mit.

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Lokführer soll vernommen werden

Lokführer soll vernommen werden

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Bei der für Freitag erwarteten Vernehmung werde ihm ein Anwalt zur Seite gestellt, sagte eine Gerichtssprecherin am Donnerstagabend. Bei dem schwersten Zugunglück in Spanien seit dem Zweiten Weltkrieg waren am Mittwochabend 80 Menschen ums Leben gekommen und 178 weitere verletzt worden.

Opferzahl steigt

Die Zahl der Menschen, die beim schweren Zugsunglück in der Nähe von Santiago de Compostela um Leben kamen, steigt an. Mindestens 80 Menschen kamen ums Leben, 178 Passagiere wurden teilweise schwer verletzt.

Als mögliche Ursache gilt ein völlig überhöhtes Tempo, mit dem der Zug in eine Kurve vor dem Wallfahrtsort Santiago de Compostela raste und dann entgleiste. Der Lokführer gab laut einem Zeitungsbericht in einem Funkspruch an, der Zug sei 190 Stundenkilometer gefahren, dabei waren nur 80 Stundenkilometer zugelassen.

Grosse Trauer in Spanien nach schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela010
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Aufräumungsarbeiten nach schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela.
Grosse Trauer in Spanien nach schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela.
Grosse Trauer in Spanien nach schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela005
Schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela: Was von den Zugwagons übrigblieb.
Eine Überwachungskamera hielt fest, was genau passiert ist. Der Zug fliegt aus den Gleisen und rast mit voller Geschwindigkeit iin eine Mauer.
69 Menschen starben beim Zugsunglück in Santiago de Compostela. Der Zug sprang aus den Gleisen.
Der entgleiste Personenzug: 70 Personen kamen ums Leben.
Den Rettern bot siche in Bild des Schreckens auf der Unfallstelle.
Grosse Trauer in Spanien nach schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela. Auch Ministerpräsident Mariano Rojoy ist vor Ort.
Die Ursache des Zugunglücks ist noch unklar
Es ist das erste schwere Zugsunglück eines Hochgeschwindigkeitszuges in Spanien.
Der entgleiste Personenzug
Die Ursache des Zugunglücks ist noch unklar

Grosse Trauer in Spanien nach schwerem Zugsunglück in der Nhähe von Santiago de Compostela010

Keystone

Spanien im Schockzustand

Das Unglück hat Spanien in einen Schockzustand versetzt. Alle Feiern zum Jakobsfest wurden abgesagt und für das ganze Land eine dreitägige Staatstrauer ausgerufen.

Das Unglück stellte einen traurigen Rekord für die Nachkriegszeit in Spanien auf: 1972 wurden 77 Tote gezählt, als ein Zug von Cadiz nach Sevilla in Andalusien entgleiste. 1944 ereignete sich eine Kollision zwischen einem Zug von Madrid nach Galicien und einer Lokomotive. Damals gab es hunderte Tote.