Strassen-Umfrage
Nach Tagesschau-Panne: «Plan B funktioniert anscheinend nicht»

Die Tagesschau musste am Sonntag abrupt abgebrochen werden, nachdem es SRF-Moderatorin Cornelia Boesch schwarz vor Augen wurde. Die Zuschauer zeigen Verständnis, äussern aber auch Kritik am Schweizer Fernsehen.

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Die Zuschauer sassen am Sonntagabend verwirrt vor ihrem Fernseher. Tagesschau-Moderatorin Cornelia Boesch - kurz zuvor noch im Gespräch mit Ausland-Korrespondent Werner van Gent - war plötzlich von der Bildfläche verschwunden. Anstelle ihrer stand da ein verwirrter Sportmoderator Sascha Ruefer und erklärte die Tagesschau verfrüht als beendet. Bösch sei schwarz vor Augen geworden. Sie konnte die Sendung nicht weiterführen.

Nachdem das Schweizer Fernsehen SRF Entwarnung gab, dass es Boesch «den Umständen entsprechend» gut gehe, wird seitens der Zuschauer Kritik am Sender laut. In einer Umfrage von Keystone sagt ein enttäuschter Zuschauer: «Ich fand es ein wenig mies, dass kein Ersatz da war für die Sprecherin.» Und auch dass Sascha Ruefer die Moderation nicht ganz übernahm, stösst auf wenig Verständnis. «Er sollte doch genug Profi sein, um das zu übernehmen.»

Dieser meldete sich am Montag zu Wort. In einem Facebook-Eintrag schreibt er: «Vielleicht hätte ich so TV-Geschichte geschrieben. Menschlich wär ich ein Arsch gewesen.»

Die Zuschauer verstehen zwar, dass im Live-Business immer Unvorhergesehenes passieren kann, jedoch wird von einem Unternehmen dieser Grösse schon mehr erwartet. «Der Plan B funktioniert offenbar nicht bei dieser Firma.» (zam)