Irena Jurinak

Der Wohnwagen ist klein, er bietet gerade Platz für das Nötigste: Bett, Schrank und Tisch. Seit Samstag wohnen Kleintierpflegerin Doris Karpetis und ihr zehnjähriger Sohn Alexandros in einem gemieteten Camper, der neben ihrer zerstörten Wohnung in Lengnau steht. Vier Wochen ist es her, seit die über die Ufer getretene Surb ihr Zuhause überflutet hat (AZ vom 18. Juli).

Alltagsgegenstände wie Gläser, Tassen und Besteck musste Doris Karpetis von Nachbarn ausleihen. WC, Dusche und Kühlschrank haben sie in ihrer alten Wohnung. «Ich bin sehr dankbar für die Hilfe, die wir von allen Seiten erhalten», sagt Karpetis. Sie ist froh, dass sie wieder in Lengnau wohnen und sich um ihre Katze «Astro» kümmern kann. Im Schopf hat sie dem vierbeinigen Familienmitglied einen Schlafplatz eingerichtet.

Neues Zuhause gesucht

Ihr Sohn Alexandros fühle sich wohl im Camper. «Seine Freunde finden das natürlich total lässig und möchten am liebsten auch im Wohnwagen übernachten», sagt Karpetis und lacht. Am meisten vermissen die beiden ihren Hund «Grego», der vorübergehend bei Freunden ein Zuhause gefunden hat.

Wenn der Regen auf das Dach des Campers trommelt, fühlt Doris Karpetis sich unwohl. Die Wucht des Hochwassers hat sie erschreckt. Am liebsten würde sie deshalb in eine neue Bleibe ziehen. «Falls jemand in Lengnau oder Umgebung etwas weiss, freue ich mich über Rückmeldungen.» Karpetis' E-Mail-Adresse: thalasa@bluemail.ch.