Freiwillige Helfer haben vergangenen Freitag einen Südlichen Glattwal befreit, der in neun (!) Fischernetzen gefangen war. Das 10 Meter lange Jungtier hatte sechs Seile um die Körpermitte und drei um seine Schwanzflosse gewickelt und konnte sich selbst nicht mehr aus der misslichen Lage befreien. An den Netzen hingen noch Markierungsbojen.

Das Gewicht der Netze und die Bojen zwangen den Meeressäuger mehrheitlich an der Wasseroberfläche zu schwimmen. Der Südliche Glattwal hatte sich bereits vor sechs Wochen in den Seilen verfangen. Er wurde danach mehrmals vor Kapstadt gesichtet – doch bis die Rettungskräfte vor Ort waren, war er jedes Mal bereits wieder verschwunden.

Die Retter brauchten 20 Minuten um den Wal endlich aus den Netzen schneiden zu können. Während der gesamten Rettungsaktion wichen zwei Artgenossen des jungen Glattwals nicht von seiner Seite. Der Wal soll die sechswöchige Tortur unverletzt überstanden haben. (edi)