Der Tatverdacht gegen die beiden Entlassenen habe sich nicht erhärten lassen, teilte die zuständige Staatsanwältin Françoise Stadelmann mit. Eine Fortsetzung der Untersuchungshaft sei nicht mehr gerechtfertigt.

Die Staatsanwältin gab auf Anfrage keine Auskunft darüber, ob der Ehemann allenfalls ein Teilgeständnis abgelegt hat und ob er etwa im Zusammenhang mit häuslicher Gewalt schon mit der Polizei zu tun hatte.

Ebensowenig sagte sie, ob die Ermittlungen bisher Licht in den Tathergang oder das Motiv gebracht hätten, ob die Tatwaffe gefunden worden ist, und um was für eine Waffe es sich handelt.

Die Kinder des Ehepaars, zwei Buben im Alter 12 und 5 Jahren, sind laut Stadelmann an einem "sicheren, geschützten Ort" untergebracht. Die Vormundschaftsbehörde sei involviert.

Die 41-jährige Frau aus Bangladesch, Mutter von zwei Kindern, war am Morgen des 19. Oktober direkt vor ihrem Wohnhaus in Zürich-Oerlikon mit mehreren Schüssen getötet worden. Sie ging gerade zu ihrem Auto, um zur Arbeit zu fahren. Die Leiche der Getöteten wurde Ende vergangener Woche nach Bangladesch überführt.

Nach der Bluttat wurden der 53-jährige Ehemann, auch er aus Bangladesch stammend, sowie zwei weitere Personen verhaftet und in Untersuchungshaft genommen. Damit dies geschehen könne, sei jedenfalls ein dringender Tatverdacht nötig, erklärte die Staatsanwältin.