Marokko

Nach Mord an zwei Skandinavierinnen: 24 Personen müssen sich vor Gericht verantworten

Ein spanisch-schweizerischer Doppelbürger muss sich am 2. Mai im Zusammenhang mit dem Mord an zwei skandinavischen Touristinnen vor Gericht verantworten.

Ein spanisch-schweizerischer Doppelbürger muss sich am 2. Mai im Zusammenhang mit dem Mord an zwei skandinavischen Touristinnen vor Gericht verantworten.

Knapp fünf Monate nach dem Mord an zwei skandinavischen Touristinnen im marokkanischen Atlasgebirge haben die dortigen Behörden einen weiteren Prozesstag festgelegt. Am 2. Mai sollen sich insgesamt 24 Personen vor Gericht verantworten.

Sie werden sich vor dem Berufungsgericht Salé in der Nähe von Rabat gegen happige Anklagen verteidigen müssen, wie Anwalt Saad Sahli gegenüber der Nachrichtenagentur AFP bekanntgab. Die Vorwürfe lauten beispielsweise auf "Verherrlichung des Terrorismus", "vorsätzlicher Angriff auf das Leben von Menschen" oder "Bildung einer terroristischen Gruppe".

Unter den Angeklagten ist auch ein spanisch-schweizerischer Doppelbürger, der einige Tage nach dem Doppelmord wegen angeblicher Verbindungen zu den Hauptverdächtigen festgenommen wurde. Ein zweiter Mann mit Schweizer Wurzeln war bereits vor zwei Wochen zu zehn Jahren Haft verurteilt worden. Sein Anwalt legte gegen das Urteil Berufung ein.

Rucksacktouristinnen enthauptet

Die beiden skandinavischen Rucksacktouristinnen waren Mitte Dezember enthauptet worden. Die Leichen der 24-jährigen Dänin und ihrer vier Jahre älteren norwegischen Freundin wurden am 17. Dezember in einer einsamen Gegend des Atlasgebirges gefunden.

Die Tat löste in Marokko und auch in den Heimatstaaten der beiden jungen Frauen Entsetzen und Trauer aus.

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