Haiti

Nach Haiti-Beben beginnen Planungen für Wiederaufbau

Die medizinische Versorgung ist noch unzureichend

Die medizinische Versorgung ist noch unzureichend

Knapp zwei Wochen nach dem Jahrhundertbeben in Haiti mit mindestens 112'000 Toten beginnen die Planungen für den langfristigen Wiederaufbau des Karibikstaates. Derweil kommt es noch immer zu Nachbeben.

Zu einem Treffen im kanadischen Montréal werden heute der haitianische Premier Jean-Max Bellerive sowie Aussen- und Finanzminister und andere Abgesandte von mehr als 20 Staaten erwartet, darunter auch US-Aussenministerin Hillary Clinton und ihr französischer Kollege Bernard Kouchner.

In Montréal lebt eine der grössten haitianischen Gemeinschaften ausserhalb der Insel. "Unsere Regierung wird ihre Solidarität mit dem Volk fortsetzen und Premierminister Bellerives Versprechen vom Aufbau eines neuen Haitis unterstützen", sagte Kanadas Aussenminister Lawrence Cannon am Sonntag.

Zu den Teilnehmern der eintägigen Konferenz gehört die sogenannte "Gruppe der Freunde Haitis" mit den USA, Kanada, Frankreich, Argentinien, Brasilien, Chile, Costa Rica, Mexiko und Peru. Weitere Teilnehmer sind die EU, Japan und andere Staaten.

Unterdessen wurde Haiti auch am Sonntag erneut von einem Nachbeben heimgesucht. Die Erdstösse hatten nach Angaben der US-Erdbebenwarte USGS eine Stärke von 4,7. Das Epizentrum habe 30 Kilometer westlich der Hauptstadt Port-au-Prince in mehr als 17 Kilometern Tiefe gelegen. Über neue Schäden oder Verletzte war zunächst nichts bekannt.

13 Tage nach dem Beben der Stärke 7,0 entspannte sich die Lage in Haiti zwar etwas, aber die Zustände waren immer noch chaotisch und Zehntausende Menschen litten unter fehlender oder mangelnder medizinischer Versorgung sowie unter Hunger.

In der Umgebung der Hauptstadt Port-au-Prince seien noch immer etwa 609 000 Menschen ohne jegliches Obdach, berichtete die UN-Organisation für Migration (IOM) in Genf unter Berufung auf die Regierung Haitis. Es würden dringend Zelte benötigt, sagte IOM-Sprecher Jean-Philippe Chauzy am Sonntag in Genf.

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