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Nach Föhnsturm erste Gewitter des Jahres über der Schweiz

Das Festzelt des Fussballclubs Hünenberg (Bildquelle: Kantonspolizei Zug)

Das Festzelt des Fussballclubs Hünenberg (Bildquelle: Kantonspolizei Zug)

In der Schweiz haben sich nach dem Zusammenbruch des Föhnsturms über Mittag und in den frühen Nachmittagsstunden die ersten grösseren Gewitter in diesem Jahr entladen. Blitz und Donner gab es vor allem im Tessin, vereinzelt auch nördlich der Alpen.

Im Kanton Graubünden führten die starken Stürme zu einem Unterbruch auf der Albulalinie der Rhätischen Bahn. Zwischen Surava und Tiefencastel wurden die Fahrleitung heruntergerissen und ein Fahrleitungsmast beschädigt. Die Bahnpassagiere wurden während des Unterbruchs in Bussen befördert.

Ein Sturm verwüstete am Mittag im Kanton St. Gallen die Zelte der Gewerbeausstellungen Rhema in Altstätten und Siga in Mels. In Rorschacherberg musste der Seerettungsdienst ein im Hafen gekentertes Segelschiff bergen.

Acht Feuerwehren und der Seerettungsdienst standen wegen des Sturms im Kanton St. Gallen im Einsatz, wie die Polizei mitteilte. Ein Dutzend Sturmeinsätze wurden verzeichnet. Personen kamen nicht zu Schaden.

In Hünenberg ZH riss der starke Wind am Mittag ein Festzelt des dortigen Fussballclubs aus den Verankerungen und trug es in Richtung Autobahn A4 davon. Am Rande der A4 blähte sich dann das weisse Festzelt im Wind.

Zu einem Unfall kam es nicht, weil das Zelt in der Hecke und am Wildzaun hängengeblieben war. Für die Bergung wurde die Freiwillige Feuerwehr der Stadt Zug aufgeboten, und eine Fahrspur musste eine Stunde lang gesperrt werden.

Vor den Gewittern hatte in den Alpentälern ein kräftiger Föhnsturm gewütet. Im Gotthardgebiet wurden Böen mit Windgeschwindigkeiten von bis zu 158 Stundenkilometern gemessen. Im Urner Reusstal blies der Föhn mit bis 98 km/h. Gleichzeitig war es sehr mild mit Höchstwerten von mehr als 18 Grad.

Der Föhn hielt in der Zentral- und Ostschweiz bis in die zweite Tageshälfte an.

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