Petition
Nach Bärendrama: Tausende Unterschriften gegen Tierpark Dählhölzli

Nach dem Tod zweier Jungbären fordern Tierschützer den Tierpark Dählhölzli in einer Online-Petition zum Handeln auf. Zehntausende haben das beliebte Berner Ausflugsziel innert weniger Stunden abgemahnt. Auch eine Facebook-Gruppe gibt es schon.

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Bärenmutter Masha und eines der Bärenjungen.jpg

Bärenmutter Masha und eines der Bärenjungen.jpg

Keystone

Bereits über 42'000 Unterschriften aus aller Welt sind wenige Stunden nach Aufschaltung der Online-Petition eingegangen, wie Tele M1 berichtet. Einige Teilnehmer geben sich damit aber nicht zufrieden und machen ihrem Ärger über das Bärendrama auch in Form von Kommentaren Luft.

«Unverzeihlich, es muss Alternativen geben», schreibt eine Userin. «Platziert diese Tiere woanders. Tötet sie nicht.» verlangt ein kanadischer Teilnehmer. Viele Kommentare richten sich aber gegen die Zoohaltung allgemein.

Die Petition ist ein Protest gegen das Einschläfern des Bärenjungen Nummer 4. Die Parkleitung hatte sich zu diesem Schritt entschlossen, nachdem Bär Nummer 3 von seinem Vater brutal getötet worden war, was nicht nur in Tierschützer-Kreisen für Aufsehen gesorgt hatte.

Eigene Facebook-Gruppe

Im englischen Petitionstext wird zum Boykott des Zoos aufgerufen und die E-Mail-Addresse des Tierparks erwähnt. Dies mit der Aufforderung an die Tierschützer, sich direkt an den Park zu wenden.

Online-Petition wie jene gegen den Berner Tierpark haben keinen offiziellen Charakter und sind auch nicht unbestritten, da die Unterschriften nicht zu überprüfen sind. Dennoch steht fest: Der Imageschaden für den Berner Tierpark nach dem Tod zweier Jungbären ist gross.

Auf Facebook gibt es zudem eine Gruppe «Gegen das Handeln im Tierpark Dählhölzli». Diese zählt jedoch nur wenig mehr als 100 Mitglieder. (cze)

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