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Nach Absturz von Air-France-Maschine: Die Swiss warnt ihre Piloten

Airbus hat an alle Fluggesellschaften ein Schreiben verschickt, in dem auf Probleme mit der Geschwindigkeitsmessung hingewiesen wird.

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Swiss hat wie Air France Flugzeuge des Typs A330. Swiss-Pressesprecher Franco Gullotti in der Zeitung «Sonntag»: «Swiss bestätigt, dass sie von Airbus ein Schreiben erhalten hat, in dem darauf hingewiesen wird, dass es Probleme geben könnte mit unzuverlässigen Werten zur Messung der Fluggeschwindigkeit. Die Swiss hat daraufhin den Piloten eine interne Mitteilung gemacht, in der auf die geltenden Abläufe zur sicheren Fortführung des Flugs hingewiesen wurden. Was effektiv die Absturzursachen sind, wissen wir aber nicht.» Beim Bundesamt für Zivilluftfahrt will man nächste Woche über Massnahmen entscheiden. Wenigstens, so ist aus dem Umfeld der Swiss zu hören, fliegen die Schweizer nicht mit den gleichen Geschwindigkeitssensoren wie die Air France. Air France ist inzwischen massiv in die Kritik geraten. Nicht weniger als 24 Fehlermeldungen waren die letzten Lebenszeichen des abgestürzten Airbusses vor Brasilien. Deshalb vermuten die Ermittler massive technische Probleme als Absturzursache. Gestern wurde zudem bekannt: Der Hersteller Airbus hatte Air France vorgewarnt - ein Bauteil für die Geschwindigkeitsmessung sollte ausgetauscht werden. Doch an der Unfallmaschine wurden entgegen der Empfehlung des Herstellers die Sensoren zur Ermittlung der Fluggeschwindigkeit nicht ausgetauscht. Mit diesen Instrumenten für den A330 - das Modell des Unglücksflugzeugs - habe es Probleme gegeben, sagte Ermittlungsleiter Paul-Louis Arslanian am Samstag in Paris. Fest steht nach Angaben von Airbus inzwischen, dass sich widersprechende Anzeigen verschiedener Instrumente vorlagen. Air France hat inzwischen angekündigt, die betreffenden Sensoren seiner Airbus-Flotte zu ersetzen.