Polen
Mysteriöser Nazi-Goldzug: Schatzsucher stossen auf Fremdmaterial

Bei der Suche nach einem angeblichen Nazi-Goldzug im niederschlesischen Walbrzych (Waldenburg) hat es bislang keinen Durchbruch gegeben. Am ersten Tag der Grabungsarbeiten wollen die Hobby-Schatzgräber nach eigenen Angaben auf Fremdmaterial gestossen sein.

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Suche nach Nazi-Goldzug
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Am ersten Tag der Grabungsarbeiten wollen die Hobby-Schatzgräber nach eigenen Angaben auf Fremdmaterial gestossen sein.
Nach dem Nazi-Goldzug suchen die Hobbyhistoriker Andreas Richter und Piotr Koper.
Andreas Richter (Zweiter von links) und Piotr Koper (links) sowie ihr Sprecher Andrzej Gaik (Dritter von rechts) Sprechen an jenem Ort zu Journalisten, wo sie den Nazi-Goldzug vermuten.
Richter und Koper wollen Zug und Tunnel auf Bodenradarbildern entdeckt haben.
Die Schatzsucher haben bei den Grabungen Fremdmaterial gefunden.
Das Fremdmaterial könnte ein Hinweis auf einen zugeschütteten Tunnel sein, sagen die Schatzsucher.
Seit den 1970er Jahren kursieren in der Region in Südwestpolen Gerüchte über den angeblichen Goldzug.
Die Nazis sollen damit ihre Kriegsbeute vor der heranrückenden Sowjet-Armee versteckt haben.
Beweise dafür gibt es aber keine.
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Experten aus Krakau zweifelten sogar daran, ob die Bodenaufnahmen des Schatzgräber-Duos echt seien.

Suche nach Nazi-Goldzug

Keystone/EPA/MACIEJ KULCZYNSKI

"Es handelt sich um Material, das dort normalerweise nicht in der Erde vorkommt, wie Tonscherben", sagte Sprecherin Christel Focken am Mittwoch. Dies könne ein Hinweis auf einen zugeschütteten unterirdischen Tunnel sein, behauptete sie. "Das gibt uns Hoffnung." Dass sich das Material aber auch aus anderen Gründen in der Erde befinden könnte, schloss sie nicht aus.

Das Team rund um die Hobbyhistoriker Andreas Richter und Piotr Koper, die Zug und Tunnel auf Bodenradarbildern entdeckt haben wollen, hatte zunächst einen Live-Stream der Suche angekündigt. Dies sei nun aus juristischen Gründen nicht möglich, sagte Focken.

Seit den 1970er Jahren kursieren in der Region in Südwestpolen Gerüchte über den angeblichen Goldzug. Die Nazis sollen damit ihre Kriegsbeute vor der heranrückenden Sowjet-Armee versteckt haben. Beweise dafür gibt es aber keine. Experten aus Krakau zweifelten sogar daran, ob die Bodenaufnahmen des Schatzgräber-Duos echt sind.

Am Dienstagmorgen waren die Bagger zu den Grabungsarbeiten am Bahnkilometer 65 zwischen Wroclaw (Breslau) und dem niederschlesischen Walbrzych angerückt.

Das Team der Hobbyschatzsucher von Piotr Koper und Andreas Richter will an drei Stellen suchen. Bis etwa sechs Meter tief solle gegraben werden, hiess es gestern.