Doppeltötungsdelikt

Mysteriöser Tod von zwei Frauen in Zug geklärt

In Attika-Wohnung wurden Opfer gefunden

In Attika-Wohnung wurden Opfer gefunden

Das Doppeltötungsdelikt vom Februar in Zug ist weitgehend geklärt. Ein 43-jähriger Mann hat gestanden, die Tat begangen zu haben, wie die Zuger Ermittlungsbehörden vor den Medien mitteilten. Der Schweizer wurde am 23. April verhaftet.

Wie Thomas Armbruster, Chef der Zuger Kriminalpolizei, ausführte, ist anzunehmen, dass die beiden Frauen zwischen dem 17. und dem 19. Februar erdrosselt worden sind. Die exakte Todesursache ist allerdings noch nicht geklärt.

Auch Motiv und Tathergang sind noch nicht klar. Der Beschuldigte mache dazu unvollständige Angaben. Die beiden Opfer waren vollständig bekleidet und an Händen und Füssen gefesselt aufgefunden worden.

Eine der beiden Frauen war die 54-jährige Wohnungsinhaberin gewesen. Die andere sei vermutlich eine 36-jährige Filippina. Die in Griechenland wohnhafte Frau war zu Besuch in Zug.

Der Schweizer war laut Armbruster vor der Tat als Handwerker mehrmals in der Wohnung des Opfers gewesen. Nachdem er die beiden Frauen getötet hatte, steckte er Bargeld und Schmuck sowie zwei Kreditkarten ein und legte Feuer. Anhand einer der Kreditkarten waren die Ermittler auf die Spur des mutmasslichen Täters gekommen.

Im Rahmen eines Rechtshilfeersuchens war nämlich am 21. April in Hamburg ein Mann festgenommen worden, der die gestohlene Karte hatte. Offenbar hatte die Karte seit dem Diebstahl mehrmals den Besitzer gewechselt.

Am Beginn der "Kette" stand der 43-jährige Schweizer. Dieser soll in Deutschland mit einem der Kreditkartenbetrüger im Gefängnis gesessen haben.

Der Verdächtige war in der Zentralschweiz - wo er auch wohnte - untergetaucht. Am Donnerstag, 23. April, wurde er von Spezialeinheiten der Luzerner Polizei im Kanton Luzern verhaftet.

Die Polizei hatte die beiden Leichen am 27. Februar in einer Attikawohnung in Zug aufgefunden. Wegen eines eigenartigen Brandgeruchs hatten Nachbarn die Polizei gebeten, in der Wohnung Nachschau zu halten.

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