Mutter und Tochter suchen Bauer

Sonja und Melanie Frutiger aus Aarwangen sind bei der 3+-Serie «Bauer, ledig, sucht...» dabei Die Sendung «Bauer, ledig, sucht...» ist nicht neu. Ein Novum ist hingegen die Bewerbung von zwei Frauen aus der selben Familie: Sonja und Melanie Frutiger, Mutter und Tochter, wollen sich beide einen Partner angeln.

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Solothurner Zeitung

Natalie Brügger

Sonja Frutiger (44)

Arbeitet als Pflegehilfe. Aufgewachsen ist sie in St. Urban, seit neun Jahren wohnt sie in Aarwangen. Sie ist geschieden. Hobbys: Natur, Radfahren, Garten und Zeit an der Aare geniessen. Sonja Frutiger führt zusammen mit einer Kollegin das Beizli des FC Aarwangen, dem alle drei Söhne angehörten.

Melanie Frutiger (19)

Ist im zweiten Lehrjahr zur Tierpflegerin in Rümlang ZH. Im Moment ist sie dort Wochenaufenthalterin in einer WG. Ihre Hobbys sind die gleichen, welche ihre Mutter pflegt. Dazu kommt Hund Lilli und im Winter das snowboarden. Melanie hat erst spät mit der Lehre angefangen, da die Stellen in ihrem Traumberuf sehr knapp sind.

Spätestens seit dem Artikel im «Sonntagsblick» sind die beiden Frauen aus Aarwangen die Superstars der neuen Staffel. Auch für das Produktionsteam von 3+ ist es ein Novum, dass sich sowohl Mutter als auch Tochter für die romantische TV-Show bewerben. Die beiden wurden von je einem Bauern in die engere Wahl gezogen und durften an einem ersten Treffen, der «Stubete», teilnehmen.

Wie von der Produktionsfirma zu erfahren war, erhielt die Redaktion rund 150 Briefe von Frauen aus der ganzen Deutschschweiz zugeschickt. Manche waren mit Herzen verziert, parfümiert oder enthielten sogar kleine Geschenke. Nicht so diejenigen von den beiden Aarwangerinnen. «Mein Brief war ganz neutral. Sicher habe ich ein schönes Papier genommen und ihn von Hand geschrieben, aber Zeichnungen habe ich nicht gemacht», erzählt Mutter Sonja Frutiger.

Auf den ersten, bzw. zweiten Blick

Sie habe nicht nur einen, sondern gleich zwei Briefe abgschickt. «Auf der Homepage ist mir - rein vom Äusseren her - sofort der Christof ins Auge gestochen», so die 44-Jährige. Als sie sich aber dann die Kurzfilme seiner neun Konkurrenten angeschaut habe, wirkte Bauer Andi auf sie sympathischer und bodenständiger. Also habe sie sich kurzerhand für beide beworben, meint Sonja Frutiger und lacht.

Bei Melanie lag der Fall etwas anders. Beim gelegentlichen Schauen der 2. Staffel hatte sie sich gedacht: «Das wäre etwas für meine Mutter.» Auch deren Kollegin war sofort von der Idee begeistert. Als Melanie sich dann die Kurzporträts im Internet anschaute, fiel ihr Bauer Urban auf. Sie beschloss ganz spontan, sich ebenfalls zu melden.

Beide wurden schliesslich aufgrund ihrer Anmeldung im Internet zu einem Casting anfangs Mai eingeladen. «Dort setzten sie uns auf einen Stuhl und überprüften, ob wir kameratauglich sind», erzählt Tochter Melanie. Bei dieser Gelegenheit wurden die Kandidatinnen interviewt und getestet, ob ihnen vor der Kamera nicht das Wort im Hals stecken bleibt.

Eine Überraschung für die Frauen

Sonja und Melanie Frutiger meisterten diese Prüfung problemlos. Die persönlichen Briefe wurden nach diesem Casting abgeschickt und die zehn Bauern mussten sich schnell entscheiden. Was dann geschah, überraschte vor allem die jüngere der beiden Frutiger-Frauen, denn: Melanie hatte nicht damit gerechnet, in die engere Auswahl zu kommen. Und doch war sie eine der beiden «Traumfrauen», die von Jungbauer Urban zur Stubete eingeladen worden sind. Mutter Sonja derweil erhielt ihre Einladung von Kuh-Bauer Andi.

Dieses Treffen fand ebenfalls im Mai statt. «Als wir gemeinsam gepackt haben, witzelten wir noch darüber, ob wir die Gummistiefel auch gleich mitnehmen sollten», erinnert sich Mutter Sonja. Als sie aber am Set waren, kam schliesslich doch Nervosität auf. «Ich habe mir von Anfang an darüber Gedanken gemacht, dass ich hier den Mann meines Lebens treffen könnte», so Sonja. Schliesslich verkörperte für sie ein Bauer schon immer ein Traummann. «Als Kind war ich bereits gerne bei Bauersleuten. Nach der Schule habe ich dann auch das Haushaltslehrjahr auf einem Bauernhof gemacht. Die Atmosphäre hat mir gefallen.» Auch Tochter Melanie nahm den Tag des ersten Treffens plötzlich nicht mehr so gelassen: «Wenn man dort ist, möchte man schon ausgelesen werden, erinnert sie sich.

Die zwanzig Frauen hatten am Set einen lustigen Tag. «Es war für alle ein spezielles Erlebnis und wir waren völlig überdreht», schildert Mutter Sonja die Stimmung. Nach einem gemeinsamen Mittagessen kamen sie zum ersten Mal mit den beziehungswilligen Landwirten zusammen. Das Programm war straff organisiert. Man ging zum Fotoshooting und stellte sich dann einem längeren Kennenlern-Interview vor der Kamera. Mutter Sonja empfand die Kamera als störend, während Tochter Melanie sie besser ausblenden konnte.

Wie gut sich die beiden präsentiert und ob sie eine Einladung auf die Höfe der Agrar-Singles erhalten haben, bleibt bis am Donnerstagabend (3+, 20.15 Uhr) ihr Geheimnis.