Ramadan

Muslime haben tagsüber keinen Sex

Ramadan: Am Abend dürfen die Muslime nach Sonnenuntergang Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen.

Ramadan

Ramadan: Am Abend dürfen die Muslime nach Sonnenuntergang Nahrung und Flüssigkeit zu sich nehmen.

Heute beginnt für die Muslime in der Schweiz der Fastenmonat Ramadan. Bis am 9. September müssen sich gläubige Muslime in strikter Abstinenz üben. Hier erfahren Sie, warum trotzdem nicht alle Muslime in dieser Zeit abnehmen.

Dino Nodari

Warum fasten Muslime?
Im Islam ist Fasten eine Form des Gottesdienstes. Das Fasten im Monat Ramadan gehört zu den so genannten fünf Säulen des Islam, also zu den Hauptpflichten, die ein Muslim als Gottesdienst durchführt. Durch das Fasten soll die Zufriedenheit Gottes (Allahs) erlangt werden.

Wie wird gefastet?
Von der Morgendämmerung bis zum Sonnenuntergang gilt strikte Abstinenz. Nicht nur essen und trinken, sondern auch rauchen und Geschlechtsverkehr sind untersagt. Hinzu kommt, dass der Muslim im Ramadan noch mehr als sonst darauf achten soll, sich gänzlich von Sünden frei zu halten.

Gibt es Muslime, die nicht fasten müssen?
Die Fastenvorschrift gilt grundsätzlich für jeden geistig zurechnungsfähigen Muslim, Mann oder Frau, der die Pubertät erreicht hat. Allerdings ist nur verpflichtet, wer das Fasten ohne gesundheitlichen Schaden durchführen kann. Kranke, Altersschwache, Schwangere und stillende Mütter sind von dieser Pflicht ausgenommen. Kinder werden ermutigt, so viele Tage zu fasten, wie sie können.

Warum verschiebt sich der Ramadan?
Der Ramadan ist der neunte Monat im islamischen Mondjahr. Durch die Verwendung eines reinen Mondkalenders verschiebt sich der Ramadan zehn oder elf Tage pro Jahr nach vorne und durchschreitet so alle Jahreszeiten. So kann es sein, dass die Fastenzeit im Winter mit kürzeren Tagen oder im Sommer mit längeren Tagen stattfindet. Ramadan ist Arabisch und bedeutet "brennende Hitze und Trockenheit".

Nehmen Muslime im Ramadan ab?
Es wird zwar empfohlen, keine schwere Kost zu sich zu nehmen. Allerdings ist es auch erlaubt Köstlichkeiten zu geniessen. Deshalb gibt es Muslime, die im Ramadan abnehmen und auch solche, die an Gewicht zunehmen.

Wie wird der Fastenmonat beendet?
Das Fest des Fastenbrechens wird in den ersten drei Tagen des Folgemonats gefeiert. Es ist nach dem islamischen Opferfest das zweite Hauptfest im Islam. Am ersten Morgen wird nach einem Besuch in der Moschee den verstorbenen Verwandten und Bekannten gedacht. Der restliche Tag wird genutzt, um die Verwandtschaft und Bekanntschaft zu besuchen. Dabei werden meist süsse Gerichte gereicht und eine Menge Süssigkeiten verteilt und gegessen.

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