Freiamt

Musik für 80 Tomatensorten

Monika Fessler von der Oberfreiämter Burechuchi setzt bei ihren farbigen Tomaten auch spezielle Methoden ein.

Die Vielfalt der Tomaten kennt Monika Fessler schon seit 1990, als sie im Treibhaus der Mutter einer Schulkollegin Tomaten entdeckte, die weder rot noch rund waren. Mit einer Kollegin hat sie über längere Zeit im Kleinen verschiedene Tomatensorten angepflanzt und ausprobiert.

Nachdem sie die Gelegenheit angeboten erhielten, ein Treibhaus mit den Massen von 12 mal 68 Metern zu übernehmen, wagten sie den Schritt zur Nischenproduktion. Heute werden rund 80 Sorten in allen Farben und Formen auf dem Hof angebaut.

Tomaten von Kollegen

Die Tomaten werden im Frühjahr ausgesät. Die speziellen Sorten erhält Fessler hauptsächlich aus dem Kollegenkreis, die selber Tomaten anbauen. Einen weiteren Teil erhält sie über Pro Specie Rara, über Tomandi und in Biogärtnereien.

Monika Fessler ist es wichtig, dass die Tomatenstöcke in echter Erde wachsen. Damit die Pflanzen auch gut wachsen können, werden diese mit natürlichen Düngemitteln genährt. Zudem wird auf ihrem Hof mit effektiven Mikroorga-nismen gearbeitet. Diese aktivieren den Boden, stärken Pflanzen und ermöglichen es, gesunde, gehaltvolle Tomaten zu produzieren.

Die Erntezeit erstreckt sich von Mitte Juli bis November, je nach Witterung. Das Treibhaus wird nicht geheizt. Bei der Arbeit wird Monika Fessler tatkräftig von zwei Frauen, ihrem Mann Hubert und manchmal auch von den drei Kindern unterstützt.

Saucen, Dip und Konfitüre

Die frischen Tomaten werden im eigenen Hofladen verkauft. Einige Restaurants in der Region haben die vielfältigen Tomaten entdeckt und in ihre Menüs aufgenommen. Um die Tomaten über das ganze Jahr geniessen zu können, werden diese auch zu Saucen, Tomatenpesto, Dip und Konfitüre verarbeitet.

In getrocknetem Zustand lassen sich Tomaten auch über die Wintermonate haltbar machen. Fesslers Lieblingstomate ist die kleine Weisse Bianca. Ihre Liebe gehört auch den verschiedenfarbigen Fleischtomaten. Ein Lieblingsgericht hat Fessler nicht, sie mag die Tomaten in ihrer ganzen Vielfalt, ob heiss, ob kalt oder getrocknet.

Wie wirkt sich Musik aus?

Monika Fessler ist auch offen für Neues. So werden die Tomaten dieses Jahr mit Musik beschallt. Dies im Rahmen eines Projektes, in dem untersucht wird, ob die Musik Auswirkungen zeigt auf die bunten Tomaten.

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