«Musica

«Musica, die lieblich Kunst»

Die gastgeber: Die «amici del canto» unter der Leitung von Dirigent Peter Rufer leitete mit ihrem letzten Stück über zum gemütlichen Teil des Abends. (Ap)

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Die gastgeber: Die «amici del canto» unter der Leitung von Dirigent Peter Rufer leitete mit ihrem letzten Stück über zum gemütlichen Teil des Abends. (Ap)

150 Sängerinnen und Sänger trafen sich am Samstag in Riedholz zum vermutlich letzten Treffen des Sängerverbandes Solothurn-Lebern. Nur gerade fünf Vereine gehören dem Verband noch an. Der Stimmung tats aber keinen Abbruch.

Agnes Portmann-Leupi

«Ich hatte einen furchtbaren Traum», verriet Peter Bigler, Präsident des organisierenden Riedholzer Vereins «amici del canto». «Alle Sänger standen wegen der Schweinegrippe mit einem Mundschutz stumm vor mir.» Ob das wohl mit dem von ihm angekündigten möglicherweise letzten Sängertreffen des Verbandes Solothurn-Lebern zusammenhängt? Es gehe aber auf alle Fälle weiter, betonte er. Verbandspräsident Alex Rudolf von Rohr informierte, dass betreffend eine Fusion mit Nachbarsverbänden diskutiert werde.

Echt klingende Gläser

Mit dem Gruss an die Sonne, «Sierra madre del Sur», stimmte die Chorgemeinschaft der Männerchöre Rüttenen-Derendingen-Nennigkofen unter der Leitung von Josef Luif die Sängerfreunde auf einen gemütlichen Abend ein. Feierlich doppelten sie mit den «Glocken der Heimat» nach. Augenzwinkernd meinte Moderator Urs Schaad, dass er sich offensichtlich im Vorfeld vergeblich mit den grossen Meistern wie Mozart und Beethoven auseinandergesetzt habe. Der Derendinger entpuppte sich als gewiefter Kabarettist und heimste mit seiner humoristisch auserwählten Zahl Sieben Lacher über Lacher ein. Singend auf Wanderschaft mit «Zogen einst fünf wilde Schwäne» und «Kein schöner Land» ging der Frauenchor Grenchen mit seinem Dirigenten Johannes Schaub. Lebensphilosophie versprühte der Männerchor Lommiswil unter der Leitung von Alfons Schaller. Im «Lasst noch mal uns ein Liedchen singen», liessen sie schunkelnd im Dreivierteltakt ihre mit Weisswein gefüllten Gläser klingen und rieten, sich am Leben zu freuen, ob in schwarzem oder weissem Haar.

Gastchor begeisterte

Grossen Applaus erntete der katholische Kirchenchor Flumenthal-Hubersdorf als Gastchor. Mit einer wunderbaren Klangfarbe sangen die sechzehn Frauen und Männer unter der Leitung von Klaus Scheibenpflug «Nun schürz dich, Gretlein» sowie «Musica, die ganz lieblich Kunst». Der Liedtext «lasst eure Stimm erklingen und hört nicht auf zu singen», scheint auf den Chor zugeschnitten zu sein. Der Männerchor «Chutz» Langendorf mit seiner Dirigentin Doris Däster überzeugte in Dynamik und Rhythmus mit dem «Matrosenlied» und «Signore delle cime». Ganz besonders freute sich das Publikum an dem von Doris Däster arrangierten «The drunken sailor». Ein Genuss für Auge und Ohr - über 50 schwarz gekleidete Frauen und Männer in blauen Krawatten oder Tüchern - bot der seit sechs Jahren bestehende Gastgeberchor «amici del canto» unter der Leitung von Peter Rufer mit «This light of mine». Das Abschlusslied «Le vigneron» bildete einen gelungenen Übergang zum gemütlichen Beisammensein bei Essen, Wein und Musik.

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