Prozess
Münchner Prügler: So versucht Mike B., seine Weste reinzuwaschen

In München hat der Prozess gegen die Schläger von München begonnen. Die Verteidigung wollte offenbar die Verhandlung in der Schweiz weiterführen. Dieser Antrag ist gescheitert. Zwei Angeklagte, Ivan und Benji, haben geschwiegen. Mike B. jedoch hat geredet - und versucht, seine Weste reinzuwaschen «Ich bin kein Schlägertyp», sagte er.

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Schläger

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Keystone

Die Tat

Die drei damals 16-jährigen Zürcher Schüler der Weiterbildungs- und Berufswahlschule Küsnacht (WBK) Mike B., Ivan Z. und Benji D. sind im Juni letzten Jahres auf Abschlussreise in München. Am 30. Juni verprügeln sie innerhalb von 15 Minuten fünf Menschen brutal. Laut 78-seitiger Anklageschrift beschlossen die drei wahllos «Leute wegzuklatschen», weil sie sich über den Verlust eines Geldbeutels ärgerten. Noch am Tatabend nahm die Polizei sie in ihrer Jugendherberge fest. Seither sitzen sie in Deutschland in Untersuchungshaft. Ihnen drohen bis zu zehn Jahre Haft.

Benji D. und Ivan Z. haben kein Wort vor Gericht gesagt. Mike B. jedoch, der als Hautptäter gilt, sagte vor Gericht: «Ich bin eigentlich ein ganz fröhlicher, kein Schlägertyp.» Offenbar will er auch darüber sprechen, wie er die Tat erlebte. Offen ist noch, ob die Prügelschüler ihre Strafe in München absitzen müssen.

Gerichtssprecherin Margarete Nötzl meinte: «Die Täter wirken sehr jugendlich.« Sie seien nervös und hätten das Nervenflattern.

(cls)