Mülimatt
Mülimatt: Bäume müssen der Aare weichen

Eine Motorsäge heult auf, ein Baum, der mit einem farbigen Punkt gekennzeichnet ist, wird gefällt. Eine Maschine rafft Baumstämme und Äste zusammen und stapelt sie. Was ist denn da los? In der Mülimatt in Windisch sind die Arbeiten für den Naturerlebnispark in vollem Gange.

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Bäume müssen der Aare weichen

Bäume müssen der Aare weichen

Eva Wanner

Der Weg entlang der Aare in der Mülimatt in Windisch ist gesperrt, es sind Forstarbeiten im Gang. Bäume und Sträucher werden abgeholzt, das ganze Ufer wird gerodet. Etliche Äste und Stämme liegen auf der Wiese und entlang dem Ufer, zwei verwaiste Vogelhäuschen stehen auf einer Sitzbank. Doch warum werden all die Eichen, Hagebuchen, Robinien und andere Bäume und Sträucher abgeholzt? «Wir schaffen mehr Platz für die Aare», sagt Ruedi Graf vom Forstamt Brugg.

Natürliches Aareufer

Der Uferraum in der Mülimatt in Windisch, beim neuen Sportausbildungszentrum des Campus, wird neu gestaltet (die AZ berichtete). Es entsteht ein natürliches Aareufer. Von der Übersetzstelle des Militärs her bis rund 200 Meter weiter flussabwärts wird die gesamte Uferbestockung gerodet. Aus dem Holz werden Holzschnitzel gemacht. Die Rodung ist eine der Massnahmen für den «Naturerlebnispark Mülimatt». Statt der Bäume und Sträucher, die bisher den Uferweg säumten, wird dort der Aare etwas mehr Platz eingeräumt. Der Uferweg wird landeinwärts verlegt.

«Es wird sich mit der Zeit ein natürliches Ufer bilden», sagt Ruedi Graf vom Forstamt Brugg. Das heisst, auf eine Neubepflanzung mit Bäumen und Sträuchern wird verzichtet. Man setzt auf eine spontane Besiedlung durch Weiden. Ausser dem natürlichen Ufer, das entsteht, wird in Zukunft ein kleiner Bach in die Aare führen: Eine Leitung, durch die heute das Kühlwasser der Bauten der Fachhochschule fliesst, wird zu einem Bächlein umfunktioniert. Weiter soll für den «Naturerlebnispark Mülimatt» eine Teichlandschaft von rund 14 Aren mit Tümpeln für Amphibien entstehen, und es ist ein Rast- und Spielplatz geplant.

Weg noch eine Woche gesperrt

Während der Forstarbeiten ist der Uferweg gesperrt. «Die Arbeit am Ufer wird noch etwa zwei Tage dauern, der Weg wird aber wahrscheinlich die ganze Woche gesperrt sein», sagt Graf. Weitere Arbeiten am «Naturerlebnispark Mülimatt» finden später statt, und bis zum Herbst soll der Park Realität werden.

Die Kosten der Arbeiten belaufen sich auf insgesamt 538000 Franken. 50000 Franken beträgt der Kostenbeitrag der Gemeinde Windisch. Der Kredit dafür wurde an der Einwohnerratssitzung vom 24. März genehmigt.

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