Müsliberg

«Müsliburg» soll etwas Einmaliges werden

Auch männliche Bezugspersonen sind für Kinder wichtig. «Müsliburg»-Chef Leo Lalkaka (rechts) und Krippenleiter Pascal Petermann. (Bild: Thomas Stöckli)

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Auch männliche Bezugspersonen sind für Kinder wichtig. «Müsliburg»-Chef Leo Lalkaka (rechts) und Krippenleiter Pascal Petermann. (Bild: Thomas Stöckli)

Vor einem Monat hat Leo Lalkaka die Leitung der «Müsliburg» übernommen. Durch kindgerechte Förderung und das eine oder andere neue Angebot will er den guten Ruf der Affoltemer Kinderkrippe noch verbessern.

Am 2. Mai 1989 hat Barbara Meier die Affoltemer Kinderkrippe Müsliburg eröffnet. Lange blieb sie die einzige im Bezirk: "Kinderkrippen hatten damals wenig Ansehen, führten ein Schattendasein", erinnert sich die Pionierin. Seither hat sich viel verändert, die "Müsliburg" ist gut etabliert. "Viele haben mich auf die eine oder andere Art unterstützt", so Barbara Meier, "ohne sie wäre die "Müsliburg" nicht dort, wo sie jetzt ist." Nach 20 Jahren will die erfahrene Krippenleiterin nun etwas anderes machen.

Ein Nachfolger war schnell gefunden. Sie habe etwa zehn Leute im Kopf gehabt, erzählt Barbara Meier, davon sei Leo Lalkaka der erste gewesen. Nur einen Monat dauerte es, bis der Wechsel unter Dach und Fach war. Seit Anfang Oktober ist Leo Lalkaka nun neuer Besitzer der Affoltemer Kinderkrippe. "Ich freue mich, die Arbeit von Barbara Meier übernehmen zu dürfen", sagt er, und betont seine Wertschätzung für die Leistungen seiner Vorgängerin.
Nach seiner Erstausbildung zum Kindergärtner war Lalkaka vier Jahre für die Unicef als Projektmitarbeiter und -leiter in Afrika und Indien tätig. Danach hatte er die pädagogische Leitung der Zürcher Kinderkrippe Alibaba, studierte Kunst- und Ausdruckstherapie und ist seither nebenberuflich als Therapeut tätig. An der "Müsliburg" schätzt Lalkaka insbesondere die zentrale Lage am Dachlisserweg und an der Spittelstrasse, die schönen Räumlichkeiten inklusive Garten, sowie das professionelle und motivierte Team. "Ich habe viele Ideen, Energie und gute Leute, um aus dieser Krippe etwas Einmaliges zu machen", so der Inhaber und Geschäftsführer. Unterstützt wird er dabei von Krippenleiter Pascal Petermann, einem Kleinkinderzieher mit über zehn Jahren Berufserfahrung. Zwei Männer als Krippenleiter, das ist ungewöhnlich. "Für die Kinder ist es wertvoll, wenn Frauen und Männer für sie sorgen", sagt Leo Lalkaka. Die Männer seien oft schon zuhause weniger präsent.

Momentan sind 58 Kinder eingeschrieben. "Effektiv da sind grob die Hälfte", erklärt Leo Lalkaka, "viele kommen halbtags." Betreut werden die Kinder durch 18 Mitarbeiter vom Praktikant über die Lehrfrau bis zum Miterzieher und zur Gruppenleiterin. Sie sollen die Kinder ihrem Alter gerecht spielerisch fördern und in ihrer Entwicklung unterstützen. Radikale Änderungen wird es in der "Müsliburg" unter der neuen Leitung nicht geben, doch einige Angebots-Erweiterungen. So plant Lalkaka ein monatliches Kinderschlafen von Freitag auf Samstag, damit die Eltern zweisame Zeit geniessen können, sowie ein Ferienkurs-Angebot für externe Kinder.

Infos: www.muesliburg.ch

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