Hochwasser-Drama

Mündung der Engelberger Aa wird ausgebaggert

Kiesaushub mit einem Schwimmbagger

Kiesaushub mit einem Schwimmbagger

Die Suche nach den seit dem 17. Juli vermissten zwei Kindern ist in ein neues Stadium getreten. Jetzt wird die Mündung der Engelberger Aa in den Vierwaldstättersee ausgebaggert. Am Wochenende sind zudem weitere Einsätze einer Unterwasserkamera geplant.

Wie die Nidwaldner Kantonspolizei bekannt gab, haben sich seit dem Unglückstag die Sedimente im Delta auf eine Höhe von bis zu acht Metern aufgehäuft. Die Ausbaggerung wird mehrere Wochen dauern. Der Aushub wird nach den vermissten Kinder untersucht.

Wie bereits am vergangenen Montag soll am kommenden Wochenende wieder die Unterwasserkamera zum Einsatz kommen. Insgesamt will man eine quadratische Fläche von rund 400 Meter Seitenlänge absuchen. Am Montag war das Wasser in der Tiefe vorerst sehr klar, wurde aufgrund des schlechten Wetters aber zunehmend trüber.

Die Kosten für die Suche nach den Kindern belaufen sich bisher auf mehrere zehntausend Franken. Jürg Wobmann, Chef der Nidwaldner Kriminalpolizei, bestätigte einen entsprechenden Bericht des "Tages-Anzeigers". Wer für die Kosten aufzukommen hat, ist noch unklar.

Zurzeit ermitteln die Behörden wegen fahrlässiger Tötung und Verletzung der Fürsorgepflicht. Sollte die Mutter verurteilt werden, müsste sie laut Wobmann die Kosten übernehmen. Kann sie dafür nicht aufkommen, müsste wohl der Kanton einspringen.

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