Drama nach Hochwasser

Mündung der Engelberger Aa erneut ergebnislos abgesucht

Taucheinsatz bisher ohne Ergebnis

Taucheinsatz bisher ohne Ergebnis

Die zwei Kinder, die am Freitagabend bei Grafenort OW wahrscheinlich von einem reissenden Bach in den Tod gerissen wurden, bleiben verschollen. Die erneute Suche auf und im Vierwaldstättersee blieb auch am fünften Tag nach dem Drama ergebnislos.

Insgesamt waren vier Schiffe der Seepolizei, der Feuerwehr und der Tauchsportgruppe Poseidon Luzern in der Bucht bei Buochs und Ennetbürgen unterwegs, wie Stefan Stadelmann, stellvertretender Leiter Kommandodienste der Kantonspolizei Nidwalden, auf Anfrage sagte.

Die total 15 bis 20 Mann starken Equipen suchten den Seespiegel ab. Die Leichen des elfjährigen Mädchens und des sechs Monate alten Buben, die in den See gespült worden sein dürften, wurden aber nicht entdeckt. Fusspatrouillen der Polizei kontrollierten derweil das Ufer.

Zusätzlich kamen wie schon am Vortag Taucher zum Einsatz. Diese suchten die Mündung der Engelberger Aa in den See ab - ohne Erfolg. Die Suchtauchgänge sollen deshalb fortgesetzt werden.

Die schwierige Suche einstellen will die Polizei vorderhand nicht. Die Seeoberfläche werde sicher noch bis Anfang nächster Woche abgesucht, sagte Stadelmann.

Weiterhin nicht befragt werden konnte die Mutter des elfjährigen Mädchens, gegen die die Behörden ermitteln. Die Frau hatte ihre Tochter zusammen mit dem ihr anvertrauten Kleinkind und dessen vierjähriger Schwester allein von Luzern aus nach Hause geschickt.

In der Nähe von Grafenort OW mussten die Kinder auf einer Furt den hochwasserführenden Gerlibach überqueren. Das elfjährige Mädchen und der kleine Knabe dürften dabei von den Wassermassen erfasst und von der Engelberger Aa in den See geschwemmt worden sein.

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