Motorlärm statt «Güggel»-Schrei: Wo Florian Ast Gas gab

11'500 Zuschauerinnen und Zuschauer verfolgten die 45. Ausgabe des Bergrennens in Reitnau. Über 200 Fahrer waren am Start. Der schnellste war einmal mehr Florian Lachat aus Porrentruy.

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Motorlärm statt «Güggel»-Schrei

Motorlärm statt «Güggel»-Schrei

Eine Erfolgsgeschichte hat ein weiteres Kapitel geschrieben. Auch die 45. Austragung des Bergrennens Reitnau lockte gestern Sonntag die Motorsportfans zu Tausenden an die beliebte Bergrennstrecke. Schon in den frühen Morgenstunden bildeten sich lange Schlangen von Zaungästen vor den Kassenhäuschen. Wer diese erste «Hürde» erfolgreich überwunden hatte, stand schon unmittelbar im Fahrerlager.

Einmal einen Rennwagen aus nächster Nähe sehen zu können, sich über technische Daten, PS-Zahlen und Beschleunigungswerte zu informieren oder gar höchstselbst auf dem Beifahrersitz eines Renngerätes den Berg hinaufzupreschen: Was will das Motorsportherz mehr?

Erdgas-Porsche im Einsatz

Die Organisatoren hatten ebenfalls alle Hände voll zu tun. Das herrliche Sommerwetter versprach viele Zuschauerinnen und Zuschauer. Somit mussten die Getränkedepots und die Verpflegungsstände bis obenhin gefüllt sein. Ein ganz besonderer Gast war unter den Menschenmassen zu finden. Der bekannte Schweizer Popsänger und Hitproduzent Florian Ast wartete gespannt darauf, sich in den bildschönen, von der IBAarau AG zur Verfügung gestellten Erdgas-Porsche setzen zu können.

Auch Florian Ast auf der Piste

Florian Ast kann sich bereits über einige Motorsporterfahrungen ausweisen. Er war schon mit Karts unterwegs und freute sich deshalb umso mehr auf den PS-starken PGO-Porsche, mit dem er den Berg hinaufjagen durfte. «Auf jeden Fall lasse ich es heute etwas langsam angehen. Ich darf und will ja dieses schöne Auto nicht zerstören.» Apropos zerstören: Obwohl auf der Jagd nach Bestzeiten um Hundertstelsekunden gekämpft wurde, gab es nur kleinere Ausrutscher und Dreher. Dies freute vor allem Thomas Kohler, Chef vom ACS Mitte, die Pannendienste und die Streckenchefs zur Verfügung stellten. Kohler dazu: «Es ist gut, so viele schnelle Wagen den Berg hoch zu schicken, die um Sekundenbruchteile ringen, und trotzdem am Abend die Rennstrecke ohne einen grösseren Zwischenfall räumen zu können.»

Ab heute Montag werden die Reitnauer im Suhrental nicht mehr vom Brüllen der Motoren geweckt, sondern wieder wie gewohnt vom beschaulichen Krähen des «Güggels». (ah)

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