Moritz Leuenberger freut sich über den Vulkan-Ausbruch

Geht es nach dem Verkehrsminister, bringt der Vulkan-Ausbruch auf Island nicht nur Negatives. Moritz Leuenberger erhofft sich zudem Anschub für die Umweltpolitik.

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Vulkanausbruch Island

Vulkanausbruch Island

Keystone

Im grossen "Sonntag"-Interview philosophiert Verkehrsminister Moritz Leuenberger über die Folgen des Vulkanausbruchs. Er sieht darin nicht nur Negatives: "Ich merke bei mir, dass eine solche Zäsur gut tut. Sie bringt eine gewisse Leichtigkeit in schwere Themen." Ausserdem erhofft er sich Schub für die Umweltpolitik: " Naturkatastrophen können die Sensibilität für Umweltfragen schärfen." Leuenberger sagt, die Mobilität könne nicht grenzenlos sein, weder in der Luft noch auf Schiene und Strasse. "Wir möchten ein "Mobility pricing", das Einnahmen bringen soll, um die Bahninfrastruktur zu finanzieren - da werden Bahn- und Autofahrer einen Beitrag leisten müssen." Leuenberger ist überzeugt, dass die Schweiz in Richtung einer "ökologischen Steuerreform schreitet." Der Bundesrat erzählt zudem, er habe gehässige Reaktionen auf einen Witz am TV erhalten. "Als ich mich aber am Fernsehen ein bisschen lustig machte über die Folgen, reagierten viele Leute wahnsinnig gereizt." Leuenberger hatte gesagt: "Für einmal kann man von niemandem einen Rücktritt fordern - höchstens vielleicht von Petrus und dem lieben Gott selbst." Das gab laut Leuenberger "gehässigste Reaktionen".

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