Beziehungsdrama

Mordfall Bettlach: Ein Familiendrama?

Das Fahrzeug eines der beiden Opfer im Familienmord in Bettlach wird von der Polizei weggebracht.

Bettlach: Opfer-Fahrzeug wird von der Polizei weggebracht

Das Fahrzeug eines der beiden Opfer im Familienmord in Bettlach wird von der Polizei weggebracht.

Bei den Todesopfern von Montagmorgen handelt es sich um eine 47-jährige Frau und ihren 57-jährigen, von ihr getrennt lebenden Ehemann. Beide waren Schweizer Bürger. Das einstige Paar hinterlässt drei Kinder. Angeblich soll eines davon die Tat mit angesehen haben.

Im solothurnischen Bettlach hat sich am Montagmorgen ein Familiendrama ereignet. Ein 57-jähriger Geschäftsmann aus Grenchen erschoss seine 47-jährige Ehefrau, welche getrennt von ihm lebte. Danach richtete sich der Mann selbst. Die Hintergründe der Tat bleiben rätselhaft. Das frühere Paar hinterlässt drei Kinder, zwei davon sind erwachsen.Offenbar soll eines der Kinder womöglich beim Streit anwesend gewesen sein und habe die Mutter schützen wollen, wie sich das lokale Internetportal Grenchen.net auf einen Augenzeugen beruft. Demzufolge soll ein Augenzeuge auch gehört haben, wie jemand schrie, "er hat meine Mutter umgebracht".

Weshalb der Mann zur Waffe griff, ist noch Gegenstand der Ermittlungen, wie die Solothurner Kantonspolizei und die Staatsanwaltschaft mitteilten. Beide Todesopfer sind Schweizer Staatsbürger. Anwohner hatten am frühen Morgen die Polizei alarmiert. Die Frau sei allerdings von ihrem Mann in der Vergangenheit massiv bedroht worden, schreibt Grenchen.net.

Wenige Minuten später fanden die ausgerückten Polizisten im Velounterstand des Schulhauses «Einschlag» zwei Personen vor, die auf dem Boden lagen. Rettungskräfte konnten beim Mann und der Frau nur noch den Tod feststellen.

Über ein Jahr getrennt - Tatwaffe keine Armeewaffe

Ob noch weitere Personen in das Familiendrama verwickelt sind, gab die Solothurner Kantonspolizei nicht bekannt. Die Frau habe vor über einem Jahr ihren Mann verlassen und sei nach Bettlach gezogen, sagte Urs Eggenschwiler, Mediensprecher der Solothurner Kantonspolizei.

Am Tatort stellte die Polizei auch die mutmassliche Tatwaffe sicher. Nach einer ersten Beurteilung entspricht die Faustfeuerwaffe dem bei der Tat verwendeten Kaliber. Dabei handelt es sich nicht um eine Armeewaffe, wie Eggenschwiler festhielt.

Die beiden Todesopfer würden nun zur Abklärung der genauen Todesursache dem Institut für Rechtsmedizin in Bern (IRM) übergeben.

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