Schilderstreit
Monty-Python-Schilder in Norwegens Provinz erhalten Segen der Bürgermeisterin

Einzigartige Verkehrsschilder sind neuerdings in Örje zu bewundern. Die Bürgermeisterin der Stadt in Norwegens Osten hat die Schilder aufstellen lassen, die an Monty Pythons «Silly Walk» erinnern. Das Strassenbauamt findet das aber gar nicht amüsant.

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So sieht das Verkehrsschild aus, über welches in der norwegischen Provinz ein Streit entbrannt ist

So sieht das Verkehrsschild aus, über welches in der norwegischen Provinz ein Streit entbrannt ist

Screenshot www.nrk.no.jpg

Die Bürgermeisterin hält an den Schildern fest, obwohl das Strassenbauamt gar nicht einverstanden ist mit der Neuerung. Sie stehen nun bei Zebrastreifen und haben die bisherigen konventionellen Schilder ersetzt.

Die neuen Verkehrsschilder, um die sich in Örje ein Zwist entbrannt hat, entsprechen nicht ganz den Vorschriften. Sie sind zwar, wie tagesschau.de berichtet, ordnungsgemäss in Blau und Weiss gehalten. Auch zeigen sie einen Fussgänger auf einem Zebrastreifen. Doch dieser trägt Koffer, Hut und Regenschirm. Und er erinnert an den britischen Schauspieler John Cleese, wie er im sogenannten Silly Walk die Strasse überquert, den Monty-Python-Fans lieben.

Die Komikertruppe um Cleese hatte den Silly Walk im Jahr 1970 erfunden. Ihr Sketsch ist ein Klassiker. Die Komiker haben sogar einen Ministerium für «Silly Walks» erfunden.

Die Reaktion hat nicht lange auf sich warten lassen. Die Bürgermeisterin muss dafür sorgen, dass die Schilder unmittelbar entfernt werden!», fordert Ivar Christiansen, der Abteilungsdirektor des Strassenbauamts in der Provinz Östfold.

Doch wie kam es eigentlich dazu, dass die Schilder aufgestellt wurden? Bürgermeisterin Kjersti Nythe Nilsen meint, dass zu viele Normen nicht gut sind. Die Schilder kreiert hat die Künstlergruppe «Kreativteket». Sie wollen keine besondere Botschaft vermitteln, wie sie dem norwegischen Rundfunk sagten. Es gehe allein darum, den Alltag etwas verspielter zu gestalten.

Bürgermeistern Nilsen hält an den Schildern fest - abschrauben kommt nicht in Frage. Stattdessen spricht sie von einem Sturm im Wasserglas. Sie hat sich sogar selbst beim albernen Gehen ablichten lassen. Auch die Bürger von Örje amüsieren sich über die Schilder, wie ein norwegischer Fernsehbeitrag zeigt. «Absolut fantastisch», sagt etwa ein Autofahrer, der sich fast kugelt vor Lachen. (pz)

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