Buddhistisches Kloster
Mönch Anuruddha fühlt sich wohl in Lenzburg

Im Lenzburger Wohnquartier Wolfsacker soll eine «Buddhist Vihara», ein buddhistisches Kloster entstehen. Das Baugesuch für die Zweckänderung und den Umbau ist eingereicht, aber noch nicht öffentlich ausgeschrieben.

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Mönch

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Lenzburger Bezirks-Anzeiger

Alfred Gassmann

Dieses Haus entspricht genau unseren Bedürfnissen», erklärt Mönch Anuruddha, der seit dem 24. November 2009 im erworbenen Haus an der Sophie Hämmerli-Strasse 22 in Lenzburg wohnt. Neben zwei Klöstern in Genf und einem in St. Gallen soll das ehemalige Wohnhaus Hauller-Lüthi das vierte Kloster der Sri Lankischen Buddhisten in der Schweiz bilden. Mit dem Einzug in Lenzburg wurde die bisherige Vihara, das bisherige Kloster «Zürich Buddhist Vihara» in Zürich-Witikon aufgehoben. Der Grund ist einfach: Die Wohnung war gemietet und war inzwischen zu klein geworden. Gesamtschweizerisch sind in der Sri Lankischen Buddhistengemeinde rund 100 Mitglieder registriert.

Im Lenzburger Wohnquartier Wolfsacker fühlt sich Mönch Anuruddha wohl. Allerdings reicht weder das Esszimmer noch das Wohnzimmer für die regelmässigen Anlässe. Das am 17. Dezember auf dem Bauamt eingereichte Baugesuch zeigt, dass die angrenzende Einstellgarage zum Wohnzimmer geschlagen werden soll. Indem eine Wand herausgebrochen wird, entsteht eine Fläche von rund 50 Quadratmetern. Die Buddha-Statue wird von seinem provisorischen Standort im Esszimmer in das erweiterte Wohnzimmer zügeln. Gemäss Mönch Anuruddha nehmen an den Meditationen und Lehrreden unterschiedlich viele Besucher teil. Im Baugesuchverfahren dürften denn die Zonenkonformität, die Parkplatzfrage und der Brandschutz wichtige Prüfpunkte bilden.

«Bleibe nicht stehen, gehe weiter»

Mönch Anuruddha versteht das kleine Kloster als ein Ort der Begegnung und des Austausches, der Meditation und der Unterweisung. Die «Vihara» oder das Kloster verpflichtet sich, die Lehren Buddhas zu fördern und zu verbreiten. Menschen jeder gesellschaftlichen Schicht, jeder Konfession, jeder Nationalität sind in der «Vihara» willkommen, um miteinander das friedliche Zusammenleben verschiedener Kulturen, Glaubensrichtungen und Traditionen zu gestalten.

Mönch Anuruddha sagt es so: «Um Brücken zu bauen, dort wo Klüfte uns scheiden. Um ein besseres Verständnis zu ermöglichen, da wo Vorurteile uns am gegenseitigen Verstehen hindern. Um Liebe und Güte, Glück und Frieden dort zu pflanzen, wo das Land brachliegt. Und es dort zu bewässern, wo es bereits wächst». Die Lebensaufgabe der Sri Lankischen Buddhisten besteht darin, den Geist durch Meditation und Reinigung zu entwickeln und Verunreinigungen zu verhindern, welche zu Angst, Hass und allen anderen unheilsamen Geisteszuständen führen, sowie jedem zu helfen. Die Türen im Kloster stehen denn auch den ganzen Tag all jenen offen, die die innere Harmonie suchen. Auf der Suche nach diesem Zustand lösen sich die Irrtümer und Illusionen dunstgleich auf und im Geiste ertönt der klare Klang der letztendlichen, reinen Realität. Siehe auch Website www.zb-vihara.ch