Unter der Leitung von Doris Brodmann (Trainerin für konstruktive Konfliktbearbeitung), der Schulsozialarbeiterin Constance Barth und der Klassenlehrerin Karin Niklaus wurden dieses Jahr den Erstklässlern an zwei Projekttagen die Themen Mobbing, Konflikte und Kommunikation nähergebracht. Für die meisten Schülerinnen und Schüler waren diese Bereiche nicht neu. Alle haben bereits mehr als sechs Schuljahre hinter sich und waren in dieser Zeit bestimmt selbst einmal Opfer, Täter, Mitläufer oder einfach nur Zuschauer bei Konflikten oder Mobbingvorfällen.

Während den Projekttagen lernten die Jugendlichen im Klassenverband verschiedene Formen der Kommunikation und Arten von Konflikten kennen. Die Schülerinnen und Schüler haben versucht, die Grenzbereiche von Mobbing zu definieren. Auf spielerische Art wurden Konflikte gemeistert, Experimente in Kommunikation gewagt und Mobbingsituationen simuliert.

Fragen, die im Mittelpunkt standen

Wie kann der Einzelne bewirken, dass Mobbing schon in der Entstehung verhindert wird? Was bedeutet mein Handeln für die anderen? Warum wird gemobbt, und was löst Mobbing in Opfer und Täter aus?

Die Auseinandersetzung mit diesen Fragen hat das Bewusstsein der Schülerinnen und Schüler für diese Problembereiche bestimmt gestärkt. Anhand der Erfahrungen aus dem Projekt «Chili» haben die Klassen ihre Klassenregeln neu entworfen oder alte Regeln überarbeitet. Die Lehrkräfte hoffen, dass die Projekttage den gegenseitigen Umgang an der Schule positiv beeinflussen. Ziel ist es aber auch, das Klassenklima nachhaltig zu verbessern. Wie weit dies gelingt, hängt von jedem Einzelnen ab. Mit diesem ersten Input ist es bestimmt nicht getan. Die behandelten Themen werden immer wieder im Unterricht aufgegriffen werden müssen.

Den Abschluss dieses Projektes bildete ein Informationsabend, an dem die Eltern der Schülerinnen und Schüler über die Inhalte der einzelnen Projektbereiche informiert wurden.

P. Landolt