Ernst Sennhauser, 62 Jahre, aus Obfelden

Anzeiger: Wie stark nehmen Sie die Bauarbeiten an der N4 wahr?
Im Moment bemerke ich sie kaum. Vielleicht ändert sich das, wenn die Umfahrung gebaut wird.

Anzeiger: Welche positiven Veränderungen wird Ihrer Meinung nach die Autobahn bringen?
Im gesamten Autobahnnetz ist sicher positiv, dass dieses Teilstück fertig gebaut wird.

Anzeiger: Welche negativen Auswirkungen befürchten Sie?
Bis der Autobahnzubringer bei uns gebaut worden ist, befürchte ich ein Chaos. Ich wohne an der Dorfstrasse und glaube, dass der Verkehr darauf sehr stark zunehmen wird.

Anzeiger: Was treffen Durchreisende hier an?
Für die Durchreisenden ist es wahrscheinlich bloss eine Durchfahrt. Wer hier die Auffahrt benützt, wohnt meist auch in der Gegend und kennt sich aus.

Was wünschen Sie sich durch die erweiterte Mobilität für die Region?
Ich wünsche mir, dass unsere Läden und die lokale Wirtschaft nicht vernachlässigt werden. Im Laden in Obfelden, in dem ich arbeite, kaufen viele Leute aus den umliegenden Gebieten ein und ich hoffe, dass sich dies mit der N4 nicht ändert.

Anzeiger: Wie sieht Ihre Vision des Knonauer Amts in 10 Jahren aus?
Eigentlich möchte ich, dass es nicht weiter wächst, sondern ländlich bleibt. Ich befürchte, dass das KnonauerAmt immer näher zur Stadt rückt. Es wäre auch schön, wenn sich das Dorfleben nicht zu sehr ändert. Wir haben einen enormen Zuwachs aus der Stadt, und die Neuzuzüger bleiben im Dorf oft unbekannt, da sie frühmorgens zur Arbeit fahren und erst spätabends wieder zurückkommen.