Erwin von Arb

Bei der Generalprobe gestern Nachmittag stockte SF-1-Regisseur Bruno Kocher gleich zu Beginn der Atem. Monika Fasnacht und ihr Hund Simba waren nämlich in ihrem Boot im Dorfbach auf Grund gelaufen. Weil sich das kleine Boot im schmalen Bachlauf unter dem Dorfspycher verkeilte, musste der Auftakt der Sendung wiederholt werden. «Besser es passiert jetzt, als während der Sendung», bemerkte Regisseur Kocher verschmitzt.

Einmal auf Calvaro geritten

In der Live-Sendung am Abend klappte die Fahrt auf dem Dorfbach problemlos. Nach dem Anlegemanöver verriet Fasnacht den mittlerweile gegen 1500 Schaulustigen, dass der «Donnschtig Jass» in Neuendorf für sie quasi ein Heimspiel sei. «Ich bin drei Dörfer von hier aufgewachsen», sagte die in Kappel gross gewordene TV-Frau. Mit Neuendorf in Verbindung brachte sie auch Calvaro, «das einstmals berühmteste Pferd der Schweiz», so Fasnacht. Willy Melliger habe sie auf diesem Spitzenpferd sogar einmal reiten lassen.
Nach der ersten Runde des Jassduells zwischen den Bündner Gemeinden Arosa und Falera, bei welchem Falera klar in Führung ging, wurde das mit Promi-Gast Dani Forler vertonte Gemeindeporträt von Neuendorf eingespielt. Als Hauptakteur agierte darin das seit über 50 Jahren verheiratete Ehepaar Hildegard und Edi Ruckstuhl. Neben der Beschreibung des Dorfes und seinen Eigenheiten wurden im Porträt die örtliche Feuerwehr, Geigenbauer Kuno Schaub sowie der Minigolfklub Neuendorf als «schweizweit erfolgreichster Verein in dieser Sportart» erwähnt.

Im Interview gestand Forler übrigens, dass er mit Jassen nicht viel am Hut hat. «Dann schon lieber bei Radio DRS 1 moderieren», so der ehemalige Radio-32-Moderator. Etwas Mühe bekundete Forler, als er beim «Hau den Lukas» jeweils den Trumpf fürs Spiel herauszuhauen hatte.

Polonaise durch die Festbänke

Für bodenständige Unterhaltung sorgten die Geschwister Biberstein. Mit einem lüpfigen Ländlerlied holten sie das Publikum beidseits des Dorfbachs aus der Reserve. Eine von den Geschwistern angeführte Polonaise durch die Festbänke bildete den Höhepunkt dieses viel beklatschten Auftritts. Ebenfalls unterhaltsame Einlagen zum Besten gab das «Donnschtig Jass»-Komiker-Duo Suter und Pfändler, alias Hösli und Sturzenegger.

Etwas gemächlicher ging in der zweiten Runde des Bündner Jassduells zu und her. Als Sieger wurde schliesslich Falera von Schiedsrichter Ernst Marti ausgerufen. Diese Gemeinde wird kommende Woche Austragungsort für den «Donnschtig Jass» sein, befindet sich also in derselben Situation wie Neuendorf am 30. Juli in Stans.

Dass die Zeit zwischen Ausmarchung und Austragung ausreicht, um ein tolles und für alle Beteiligten unvergessliches Fest auf die Beine zu stellen, hat Neuendorf gestern Abend eindrücklich bewiesen, wie Produktionsleiter Rob Rutz lobend erwähnte. «Hier wurde Grossartiges geleistet», meinte er an die Adresse des OK sowie aller Helferinnen und Helfern.

Süsse Überraschung für Fasnacht

Am Schluss der Sendung überreichten Hösli und Sturzenegger Monika Fasnacht eine Torte zu deren 45. Geburtstag. Diese zeigte sich überrascht über das süsse Geschenk der Komiker, ohne allerdings zu wissen, dass sich das Komiker-Duo bereits bei der Produktion des Trailers vor der Sendungen daran vergriffen hatte.