Urs Moser

Die österreichische Generalkonsulin Petra Schneebauer, die Konsulin für Handelsangelegenheiten, Gudrun Hager, und die Aargauer Regierung luden gestern Abend gemeinsam auf Schloss Lenzburg zu einem festlichen Empfang aus Anlass des österreichischen Nationalfeiertags. Hochrangige Gäste aus Politik und Wirtschaft folgten dem Ruf.

Seinen Sitz hat das Generalkonsulat des Nachbarlands zwar in Zürich. Dass man heuer aber zum ersten Mal den Nationalfeiertag im Aargau beging, hat natürlich mit der gemeinsamen Geschichte zu tun, wie Landammann Roland Brogli betonte: Durch sein Bekenntnis zu den habsburgischen Wurzeln hebe sich der Aargau von der schweizerischen Geschichtsschreibung des 19. Jahrhunderts ab, er sei aus diesem Blickwinkel nicht mehr historisches Untertanengebiet, sondern die «Stammlande der Habsburger», so Brogli. Aus dem Habsburger-Gedenkjahr 2008 ging ein reger Austausch zwischen den Kulturinstitutionen des Aargaus und des österreichischen Bundeslands Niederösterreich hervor.

Die Beziehungen zwischen Österreich, der ganzen Schweiz und dem Aargau lobte auch Urs Hofmann als zweiter Regierungsvertreter. Sie seien umso ausgezeichneter, seit die Schweizer wieder einigermassen mit den österreichischen Skirennfahrerinnen und Skirennfahrern mithalten können, scherzte Hofmann.

Gewissermassen als lebender Beweis des auch im Sportbereich funktionierenden sportlichen Kulturaustauschs hatte Skitrainer-Legende Karl Frehsner den Weg auf Schloss Lenzburg gefunden. Er kam in Begleitung von Gattin Rosmarie. Sie sitzt in Zürich für die SVP im Kantonsparlament, womit auch für Gesprächsstoff unter politischen Siegverwöhnten gesorgt war: Der Aargauer SVP-Präsident Thomas Lüpold fand sich nach den spektakulären Wahlerfolgen vom Wochenende in Baden und Brugg natürlich bestens gelaunt auf Schloss Lenzburg ein.