Laden 5
Mit Alterslimite zu zahlungskräftigeren Kunden

In der Stadt Baden ist jüngst der «Laden 5» eröffnet worden. An und für sich eine normale Bar. Doch erwünscht sind dort Leute erst ab 23 Jahren.

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Roman Huber

Ist das korrekt, wenn ein Bar den Zutritt erst am 23 Jahren gewährt? So steht es beim Eingang in den «Laden 5», die neue Bar, die sich in der Badener Innenstadt am Ende der Schlossbergpassage (im Volksmund: Blinddarm) befindet. Ein bisschen sonderbar wirkt das schon, denn volljährig ist man ab 18 Jahren. So wird denn die «Limite 23» unter jungen Leuten auch kontrovers diskutiert.

«Wir haben die Alterslimite rechtlich abgeklärt», sagt Stephan Ineichen. Er ist Geschäftsführer bei der Party Pur Event GmbH, die gleich neben dem «Löschwasserbecken» das Partylokal betreibt. Am Wochenende ist der Security vor dem Eingang angewiesen, strikt die Ausweise zu kontrollieren. «Da hat niemand unter 23 Jahren Einlass», sagt Ineichen. «Unter der Woche nehmen wir es etwas gelassener», fügt er an. Dass die Alterslimite gleich beim Eingang aufgeführt sei, habe schon von alleine seine Wirkung, auch unter der Woche. «Wir wollen eine Kundschaft, die gut angezogen ist und eine entsprechende Konservation pflege. Es geht auch ums Geschäft. «Leute ab 23 Jahren konsumieren mehr und zu höheren Preisen, so Ineichen.

Eine ähnliche Geschäftspolitik pflegt man im «Promi». An der Kronengasse sind es in erster Linie die Veranstalter, welche die Alterslimite setzen. Wenn «ü40-Party» ist, dann sei die Limite ohnehin klar, sagt Marco Müller, Geschäftsführer. Er macht dieselbe Feststellung wie Ineichen: «Leute etwas über 20 sind konsumfreudiger.» Die Alterslimite im Szenelokal sei ab 21 Jahren, so Müller. Doch es wird nicht breitgeschlagen.

«Uns sind generell alle Leute Recht», sagt Philipp Fischer, Inhaber des «Ventil». Ab 18 Jahren kommt man ins Lokal, ausgenommen bei «ü25-» oder «ü40-»Partys, fügt Fischer an. Er schätzt eine gute Durchmischung von alt und jung. So sieht es ebenfalls Patrick Wernli vom «Nordportal». Konzert-Billete gebe es bereits ab 16 Jahren; da liege die Ausweiskontrolle bei Star-Ticket.

Ähnlich sieht die Situation im Jugendkulturlokal Merkker aus. Von Auftrag wegen haben im Lokal der städtischen Jugendarbeit junge Leute ohnehin bereits ab 16 Jahren Einlass. «Wir haben junge Leute, aber auch solche, die bereits einiges älter sind», sagt Patricia Ittel, Beauftragte der Stadt. Sie findet diese durchmischte Kundschaft das «total lässig».

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