Der Personenzug ist gegen 9.30 Uhr entgleist, kurz bevor der Zug im Bahnhof der galicischen Stadt O Porriño einfahren sollte. Das hat das Unternehmen Adif, das in Spanien für die Gleisstrecken zuständig ist, mitgeteilt. 

Vier Menschen sind dabei umgekommen, wie der stellvertretende Bürgermeister von O Porriño dem Fernsehsender 24Horas gesagt hat. Insgesamt seien etwa 50 Menschen verletzt worden, sieben schwer bis sehr schwer. Einer der Verletzten schwebe in Lebensgefahr. 

Bilder vom Unglücksort zeigen, dass der Zug vorne stark beschädigt und umgekippt ist. Er war gegen einen Elektromast am Rande der Strecke geprallt.

Von den drei Zugwaggons ist einer komplett umgestürzt, die anderen beiden teilweise. Am Unglücksort waren nebst Ambulanzen auch mehere Rettungshelikopter im Einsatz.  

Zug entgleist - so sieht es am Unglücksort aus

So sieht es am Unglücksort aus – Einige Passagiere können den Zug selbst verlassen

 

Die Unglücksursache sei noch nicht bekannt, sagte Manuel Carrera, ein Stadtrat von O Porriño, den die Nachrichtenagentur AFP telefonisch am Unglücksort erreichte.

Der Augenzeuge Ramón González sagte im spanischen Fernsehen, es habe einen "sehr starken Knall" gegeben. Danach sei alles voller Rauch gewesen. "Es ist eine gerade Strecke... also ist das nicht normal", fügte er hinzu.

El Pais berichtet von Augenzeugenberichten, gemäss denen der Zug scharf abbremste. 

Der Grund für das Unglück ist bisher noch nicht bekannt. 

Im Zug, der von der spanischen Stadt Vigo in Portugals Hafentstadt Porto unterwegs war, reisten mehr 63 Passagiere sowie der Lokführer und ein weiterer Angestellter der Bahngesellschaft. Die meisten konnten laut der spanischen Zeitung El Pais selbst aus dem Zug ausseigen und den Unfallort zu Fuss verlassen. 

Die spanische Bahngesellschaft teilte mit, der Zug und der Zugfahrer stammten aus Portugal. Der Bahnverkehr in der Region, zwischen den Stationen Louredo-Valos und O Porrino, ist unterbrochen worden.

Zug in Spanien entgleist - Helfer bergen Verletzten

Helfer bringen eine verletzte Person vom Unglücksort weg

 

Im Juli 2013 hatte sich in der Nähe des nordspanischen Wallfahrtsortes Santiago de Compostela das schwerste Zugunglück in Spanien seit dem Zweiten Weltkrieg ereignet. Als Konsequenz aus dem Unglück mit etwa 80 Toten kündigte die spanische Regierung an, das gesamte Schienennetz des Landes auf seine Sicherheit hin zu überprüfen.(pz/sda)

Update folgt.