Werner De Schepper

SVP-Präsident Thomas Lüpold ist mit seinem Hund Pasco unterwegs, als er vom Erfolg seiner Partei in Baden, Brugg und Windisch erfährt: «Die Minarett-Plakate haben uns sicher geholfen. Wenn ich mit Pasco unterwegs bin, werde ich viel darauf angesprochen. Das brachte uns neue Wähler an die Urne.»

In den je 50-köpfigen Einwohnerräten von Baden und Brugg hat die SVP massiv zugelegt. In Brugg von 6 auf 11 Sitze und in Baden von 5 auf 8. Zum Teil mit unbekannten Personen. Lüpold: «Da hilft die bodenständige Art von Ueli Maurer und Alex Hürzeler.» Auch in Windisch legte die SVP zu: Von 12 Kandidaten wurden gleich 11 in den 40-köpfigen Rat gewählt. Windisch ist auch ein Lichtblick für die SP. Sie legt dort von 13 auf 14 Sitze zu.

In Baden und Brugg fällt die SP weiter zurück. In Baden hat sie noch 9 Sitze (-2). Die grünen Parteien Team, Grüne und GLP kommen zusammen auf 13 Sitze. Der gewählte Team-Mann Jonas Fricker hofft daraus die grösste Fraktion zu zimmern.

Der grosse Sieger bei der SP in Baden ist Cédric Wermuth. Er holte auf Anhieb einen Spitzenplatz. «Auch die SP-Wähler wollen eine klare Sprache», freut er sich. In der Mitte verloren überall FDP und CVP. Klar am meisten die CVP. Präsident Franz Hollinger: «Ich bin ratlos. SVP-Sieg ist rational nicht erklärbar.»