Tessin

Militante Tierschützer drohen Fleischessern mit Vergiftung

Vorsicht beim Griff ins Fleischregal

Vorsicht beim Griff ins Fleischregal

Eine extremistische Tierschutzbewegung droht im Tessin, Fleischware zu vergiften. Bei zwei Medienhäusern sind entsprechende Warnungen eingegangen. Die Polizei mahnt die Konsumenten beim Kauf von Fleisch zu Aufmerksamkeit.

Die Verpackung von Fleischwaren solle vor dem Kauf und dem Konsum auf allfällige Löcher oder Einstiche kontrolliert werden, teilte die Tessiner Kantonspolizei mit.

Die Redaktionen des "Corriere del Ticino" und der SRG-Tochter RSI hatten zuvor Drohbriefe erhalten. Darin wurde vor Vergiftungen gewarnt. Begleitet waren die von Hand verfassten Schreiben von durchlöcherten Salami-Packungen.

Die Tessiner Polizei klärt derzeit ab, ob das Fleisch tatsächlich Giftspuren enthält. Ein Sprecher sagte, die Drohung werde ernst genommen - zumal militante Tierschützer in den vergangenen Jahren im Tessin schon mehrmals zugeschlagen hätten.

Zu den Schreiben bekannte sich die extremistische Tierschutzorganisation "Animal Rights Militia" (ARM). Sie gilt als noch extremistischer als die bereits bekannte "Animal Liberation Front" (ALF).

Die ALF hatte im Februar 2007 im Raum Bellinzona Fleischtransporter mit handgebauten Bomben in Brand gesetzt. Im Juni des selben Jahres wurden im Zoo von Magliaso neun Tiere freigelassen, darunter zwei Luchse und zwei Geier. Von den Tätern fehlt bisher jede Spur.

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