Das teilte das Verteidigungsministerium am Montag laut der Agentur Interfax mit. In Teilen des Gebiets Irkutsk in der Nähe des Baikalsees gilt seit Tagen der Ausnahmezustand. Unter den Einsatzkräften sei auch medizinisches Personal. Geplant sind etwa Impfungen wegen der Seuchengefahr.

Die Zahl der Toten stieg auf zwölf, wie die Behörden mitteilten. Mindestens neun Menschen wurden vermisst. Die Soldaten sollten bei der Beseitigung der Schäden und beim Wiederaufbau der Infrastruktur helfen.

Auch ein mobiles Werk zum Brotbacken sei unterwegs. Nach Darstellung des Zivilschutzministeriums gab es mit Stand Montag mehr als 700 Verletzte. Die meisten Menschen wurden ambulant behandelt. Eine Entspannung zeichnete sich noch nicht ab.

Nach tagelangem Regen waren im Irkutsker Gebiet viele Flüsse über die Ufer getreten. Teils stand das Wasser mehr als zehn Meter hoch. Rund 50 Ortschaften versanken in den Fluten. Häuser wurden mitgerissen. Mehr als 4000 Gebäude, zahlreiche Brücken und Strassen wurden beschädigt oder zerstört, wie die Behörden mitteilten.

Rund 24'000 Menschen in der betroffenen Region sollen materielle Hilfe erhalten, hiess es. Wie hoch der Schaden insgesamt war, stand zunächst nicht fest. Experten waren für die Aufnahme der Schäden in der Region unterwegs. Staatschef Wladimir Putin hatte den Menschen bei einem Besuch im Überschwemmungsgebiet in der Nacht zum Sonntag rasche und unbürokratische Hilfe zugesichert.