Mieten in der Schweiz - Referenzzins bleibt bei 3,5 Prozent

Mieten verändern sich nicht

Mieten verändern sich nicht

Keine Veränderung bei den Mieten: Der massgebende Zinssatz für die Berechnung von Preisänderungen bleibt bei 3,5 Prozent. Damit liegt er auf dem gleichen Niveau wie bereits im September und im Dezember 2008.

Das Bundesamt für Wohnungswesen (BWO) hat den Referenzzinssatz zum dritten Mal publiziert. Seit dem vergangenen September gilt er für die Mietzinsgestaltung in der ganzen Schweiz. Vorher waren in einzelnen Kantonen die Zinssätze für variable Hypotheken massgebend.

Diese wären nun aber tiefer - mit Sätzen von 2,5 Prozent zum Teil deutlich. Damit bringt das neue Berechnungsmodell den Mietern momentan keine Vorteile. Grund: Einerseits wird der Referenzzinssatz mit zweimonatiger Verzögerung publiziert, andererseits wird am entsprechenden Stichtag der Durchschnittswert errechnet von diversen Hypothekarzinssätzen. Auch die weniger stark gesunkenen Festhypotheken fliessen beispielsweise ein.

Gemäss dem Hauseigentümerverband Schweiz (HEV) spiegelt der Referenzzinssatz genau darum die effektiven Kosten. "Der Referenzzinsatz ist fair", sagte Monika Sommer, Stellvertretende Direktorin des HEV gegenüber der Nachrichtenagentur SDA. Dass er auf 3,5 Prozent zu liegen kam, sei indes keine Überraschung.

Für den Mieterinnen- und Mieterverband Deutschweiz (MV) ist das eher neue Berechnungsmodell keine gute Lösung, auch wenn die Mieten dank den tieferen Durchschnittszinsätzen am kommenden Stichtag - dem 31. März - auf den Herbst hin fallen könnten.

"Wir möchten die Mietpreise ganz von den Hypothekarzinsen abkoppeln. Eine Änderung ist überfällig", sagte MV-Geschäftsleiterin Regula Mühlebach gegenüber der SDA. Eine entsprechende Revison des Mietrechts ist im Gang.

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