Calderón stellte am Montag (Ortszeit) in Mexiko-Stadt ein Regierungsprogramm zur Bekämpfung von Fettleibigkeit vor. Auch bei Kindern zwischen fünf und elf Jahren liege die Rate der Übergewichtigen bei 70 Prozent und damit so hoch wie nirgendwo sonst in der Welt, kritisierte Calderón.

Für Calderón ist klar, warum so viele Mexikaner zu dick sind: "Das sogenannte Vitamin T: Tacos, Torten und Tortillas". Heruntergespült würde das fette Essen viel zu oft mit süssen Getränken, bemängelte der Staatschef.

Die durch Übergewicht hervorgerufenen Beschwerden hätten den mexikanischen Staat im vergangenen Jahr schätzungsweise mehr als 42 Milliarden Pesos (2,3 Millionen Euro) gekostet, hielt Calderón fest.

Diesem Missstand will die mexikanische Regierung nun mit einem staatlichen Gesundheitsplan entgegenwirken. Die Bevölkerung soll demnach dazu bewegt werden, sich gesünder zu ernähren und zu verhalten. Fünf Regeln gab der Gesundheitsminister den Dicken im Land mit auf den Weg: "Beweg dich, wieg dich, trink Wasser, iss Obst und Gemüse und mach es zusammen mit deiner Familie."