Rezept
Mexikanische Spezialität: Tamales locker für ein halbes Jahr

Ob mit Fleischfüllung, mit Gemüse oder als süsse Dessertvariante – an Weihnachten sind Tamales ein Muss.

Natasha Hähni
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Sie sehen schön aus und sind schmackthaft: Tamales können süss oder salzig zubereitet werden.

Sie sehen schön aus und sind schmackthaft: Tamales können süss oder salzig zubereitet werden.

Natasha Hähni

In Mexiko ist ein Weihnachtsfest ohne Tamales unvorstellbar. Die in Maisblätter eingewickelten Teigklümpchen sind vielfältig wie kaum ein anderes Gericht. Es gibt salzige und süsse Versionen. Womit genau man sie füllt, ist jedem selber überlassen. Sehr beliebt sind Huhn-, Fleisch-, Käse- und Ananasfüllungen. Letztere ist meine Lieblingsvariante. Das Rezept wird bei uns jedes Jahr zu Weihnachten hervorgekramt.

Wer jetzt fragt, wieso man eines seiner Lieblingsgerichte nur einmal im Jahr macht, dem sei erklärt, dass die Situation etwas komplizierter ist: Bei einem durchschnittlichen Gewicht von rund 300 g ist ein Tamal ein ziemlich massiges Gericht. Ob nun als Morgen-, Mittag- oder Nachtessen. Ein Tamal pro Person wäre also sicherlich genug. Trotzdem macht die durchschnittliche mexikanische Mutter mindestens vier grosse Kochtöpfe voll, sodass man einen Vorrat für das nächste halbe Jahr hat. Eingepackt und im Gefrierfach verstaut halten sie eine halbe Ewigkeit. So gegen Mitte März kann man sie deswegen kaum mehr ansehen. Da sie aber wirklich gut sind, vermisst man sie bis im Winter wieder fürchterlich. Und weil man dann wieder so Lust auf die Maispaketchen hat, macht man wieder genug für das ganze nächste halbe Jahr.

Zubereitung für 20 Tamales

Schmelzen Sie 450 Gramm Butter. Dann weichen Sie die Maisblätter in einer Schüssel mit warmem Wasser ein. Es ist einfacher, die Tamales in weiche Maisblätter einzuwickeln. Sind die Blätter weich, trocknen Sie sie ein wenig und legen Sie sie beiseite. Mischen Sie das Maismehl (5 Tassen), das Backpulver (1 TL) und das Natron (1/2 TL) und 1 Tasse Zucker in einer grossen Schüssel. Fügen Sie jetzt den Ananassaft (3 Tassen) und die geschmolzene Butter hinzu. Rühren Sie, bis sich eine gleichmässige Masse bildet, die nicht klebrig ist. Falls nötig, fügen Sie mehr Ananassaft hinzu. Fügen Sie die Ananasstücke (2 Tassen Dosenananas) und Rosinen hinzu, kneten Sie die Masse, bis sich alles gleichmässig verteilt hat. Wickeln Sie die Tamales ein. Dabei dürfen Sie sie nicht zu eng einwickeln, da der Teig beim Kochen etwas aufgeht. Kochen Sie die Tamales etwa eine Stunde oder bis sie durchgekocht sind in einem Dampfkochtopf.