Merkel dringt auf Nachbesserungen am Konzept zur Rettung von Opel

Merkel sucht nach neuen Lösungen

Merkel sucht nach neuen Lösungen

Die deutsche Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt auf Nachbesserungen an dem Konzept zur Rettung des krisengeschüttelten Autobauers Opel.

"Wir werden helfen, wenn der Nutzen für alle Menschen grösser ist als der Schaden", sagte Merkel in einer in Berlin veröffentlichten Videobotschaft. "An diesem Punkt sind wir leider noch nicht." Das Konzept müsse noch nachgebessert und geklärt werden.

Die Bundesregierung arbeite gemeinsam mit den Landesregierungen der Opel-Standorte sowie den Vertretern des Unternehmens und dem Mutterkonzern General Motors mit Nachdruck daran, eine Lösung zu finden, sagte Merkel.

Sie verwies auch auf die Probleme anderer Firmen. Opel, Schaeffler, Qimonda sowie viele kleine und mittlere Unternehmen, die mit Schwierigkeiten zu kämpfen hätten, seien Beispiele dafür, dass die internationale Wirtschaftskrise auch in Deutschland sichtbar werde. Dies sei "aus Exzessen an den Märkten" entstanden und stelle eine aussergewöhnliche Situation "für uns alle" dar, sagte Merkel.

"Damit die Selbstheilungskräfte der Sozialen Marktwirtschaft wieder wirken können, müssen wir auch aussergewöhnliche und bisher nicht bekannte Wege gehen", fügte die Kanzlerin hinzu. "Das war so bei dem Rettungspaket der Banken, und beim Umgang mit der Hypo Real Estate müssen wir sogar Grenzen überschreiten, wie wir es bisher noch nicht gekannt haben."

Weil die Situation so aussergewöhnlich sei, habe sie auch Verständnis dafür, dass die Diskussionen zum Teil sehr emotional geführt werden. "Ich spüre, dass uns bei diesen Diskussionen allerdings eines eint: die Suche nach dem Gemeinwohl unseres Landes, die Suche nach dem besten Weg für die Bundesrepublik Deutschland."

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